1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Kolumnen

In Zeiten von Corona ist vor allem der Zusammenhalt wichtig

Tue Gutes und rede darüber : Tue Gutes und rede darüber

Der Fantasie sind zurzeit keine Grenzen gesetzt. Corona hält nicht nur uns thematisch den ganzen Tag auf Trab. Jeder hat irgendwie damit zu tun. Leider oft auch negativ – aber nicht nur. Es ist unglaublich, welche Ideen unsere Leser haben.

Vom Nähen der Atemschutzmasken angefangen (bei dem manche wirklich sehr kreativ sind) über Fotos von Spaziergängen oder von Blumen, Tieren, Pflanzen im eigenen Garten. Einige gehen sogar unter die Dichter und reimen. Kleiner Auszug: „Da uns das Virus überall mit Infizierung droht, gilt landesweit auf jeden Fall Abstand halten als Gebot.“

Dann gibt es Menschen, die kostenlos ihre Autos zur Verfügung stellen, damit insbesondere die Personen, die in der Pflege oder im Krankenhaus tätig sind, nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren müssen. Eine tolle Geste. Und nicht selbstverständlich.

Zusammen ist man nicht alleine, sagt sich auch eine Dame in Lebach, die jeden Tag, auf Abstand versteht sich, einen kleinen Rundgang mit einer älteren Dame macht. Zu zweit ist es ja erlaubt.

Andere wiederum bilden in der Straße, in der sie wohnen, eine Nachbarschaftskette. Was sich dahinter verbirgt? Einkäufe erledigt nicht jeder jeden Tag, wenn er was braucht, sondern es geht immer nur einer einkaufen. Und nur bei Bedarf. Man tauscht sich vorher aus, schreibt eine Liste und besorgt die Sachen und legt sie später vor die Tür. Damit Eltern, Schwiegereltern oder andere, die zur Risikogruppe gehören, nicht rausmüssen. Auf welche Ideen die Leute kommen!

Es ist für mich faszinierend, zu beobachten – trotz Hamsterkäufen – wie manche in dieser schwierigen Zeit zusammenhalten. Ich wünschte, die Solidarität würde auch nach Corona anhalten.