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In der Kolumne Lock-Buch von Astrid Dörr geht es heute um Nähe

Kolumne Lock-Buch : Kurz zurück in der realen Welt

Am Montag hat für viele Studierende die Uni wieder begonnen. Und für manche gab es sogar schon einen Präsenztermin.

Die Semesterferien sind vorüber, die Studenten dürfen wieder zurück an die Uni. Zurück an die Uni? Nicht wirklich, denn die letzten beiden Semester fanden fast ausschließlich online statt.

So auch bei meiner Tochter, die nach Ostern dennoch in ihre Studentenbude gefahren ist. Der Grund: sie hatte in der ersten Woche tatsächlich eine Präsenzveranstaltung.

Die sah folgendermaßen aus: Vor Beginn des Praktikums musste sie sich ihren Schnelltest abholen, der vor dem Termin durchgeführt werden musste, in Anwesenheit des Professors versteht sich. Dann ging es los. Von 13 bis 17 Uhr, insgesamt 20 Studenten, aber aufgeteilt auf vier Räume mit jeweils fünf Personen. Natürlich mit Maske und Abstand und unter Einhaltung der Hygienevorschriften.

Am Abend nach der Veranstaltung habe ich sie gefragt, wie denn das Praktikum war. Ihre Antwort: „Es war soooo schön, die Kommilitonen wiederzusehen. Es hat sich so toll angefühlt, alle live und in Farbe zu sehen, und nicht immer nur am Bildschirm. Das war wirklich mal wieder wichtig.“

Schade sei nur gewesen, dass man sich nicht mal hätte in den Arm nehmen können. „Aber das kennen wir nun ja schon.“

Übrigens fiel auch das Gespräch danach aus. Alle sind wieder in ihre heimischen Gemäuer zurück und haben online die nächste Vorlesung verfolgt.

An dieser Stelle beschreiben die Mitarbeiter der SZ-Lokalredaktionen Saarlouis und Merzig während des durch die Coronapandemie bedingten Lockdowns im täglichen Wechsel ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Empfindungen während dieser ungewöhnlichen Zeit.