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In der Kolumne Lock-Buch geht es heute um Ehrlichkeit

Joggen : Wald ist Wald und Sand ist Sand

In unserer Kolumne Lock-Buch geht es heute darum, an was man sich in der Pandemie schon alles gewöhnt hat.

Die Sehnsucht wird immer größer. Ich bin ehrlich. Seit einem Jahr nicht mehr auf Skiern gestanden, seit einem Jahr und sogar noch länger nicht mehr in den Flieger gestiegen. Komisches Gefühl.

Was soll da erst meine Freundin sagen, die Stewardess ist und seit Monaten in Kurzarbeit.

Auch sie ist ehrlich und meinte kürzlich zu mir, am Anfang habe ihr was gefehlt, mittlerweile habe sie sich daran gewöhnt.

An was jetzt genau? Daran, dass sie immer nur zu Hause ist, daran, dass sie nicht mehr in die Luft geht, oder daran, dass sie jetzt viel mehr Zeit für sich und ihren Sport hat?

Vor Corona hat sie viele Auslandsreisen sprich Langstreckenflüge gemacht. Heute ist der weiteste Weg ein paar Kilometer mit dem Auto. Gerade mal zum Einkauf.

Wobei sie meinte, Laufen kann ich ja überall. Sei es auf den Seychellen, auf den Malediven, in Australien oder in Südafrika.

Nun ja, sie hat sicher recht. Laufen geht immer, aber am Strand auf den Malediven zu joggen, wäre mir gerade ehrlich gesagt schon lieber als im Wald oder an der Saar entlang.

Aber es lässt sich eh nicht ändern, und so drehe ich weiterhin meine Runden im Grünen. Der Wald sieht schließlich auch fast überall gleich aus, fast genauso wie der Strand. Sand ist und bleibt Sand…. Oder etwa nicht?

An dieser Stelle beschreiben die Mitarbeiter der SZ-Redaktion während des coronabedingten Lockdowns im ganzen Land jeweils im täglichen Wechsel ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Eindrücke.