Erinnerungen an Steven Spielbergs E.T.

Apropos nach Hause : Nach Hause telefonieren

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Hat sicher jeder schon mal erlebt. Da plant man den Tag minutiös, steht trotz Wochenende früh auf, um den sonnigen Tag in vollen Zügen auszukosten und was passiert?

Nach Putzen, Waschen, Bügeln und Gartenarbeit nimmt man sich vor, noch einzukaufen und sich in die Sonne zu setzen…., vielleicht ein letztes Eis schlecken oder ein prickelndes Getränk zu sich nehmen.

Aber was passiert? Ein Anruf wirbelt den Tag durcheinander. Denn ohne Mann, der arbeiten musste, wollte ich nach getaner Arbeit den Abend genießen. Satz mit x, war wohl nix. Am anderen Ende der Leitung die Tochter aus Heidelberg. „Ich fahre in zehn Minuten los, ich komme heim.“ O.k., ich freue mich, klar! Und erinnere mich an Steven Spielbergs E.T. zurück, dessen Satz „Nach Hause telefonieren“ zum viel verwendeten Zitat wurde.

Dennoch war mein ruhiger Abend dahin. Ruckzuck die restlichen Arbeiten erledigt, zum Glück genug im Kühlschrank, um auf die Schnelle ein Menü auf die Beine zu stellen. Denn klar war, dass da jemand nach Hause kommt, der erstens hungrig ist und mit Sicherheit auch Wäsche mitbringt. So war es denn auch, als das Auto eineinhalb Stunden später in die Garage rollte. Wäre auch zu schön gewesen, wenn der Waschraum mal länger als einen Tag leer geblieben wäre. Aber groß war die Freude! Muss ich schon zugeben. Ich musste nicht alleine essen, bekam ausführliche Infos der ersten Unitage live und nicht per Whatsapp oder am Telefon. Und deshalb werde ich mich immer wieder freuen, wenn das nächste Mal das Telefon klingelt und es heißt: „Ich komme nach Hause.“

Mehr von Saarbrücker Zeitung