Apropos: Wenn man Glühwein-Stand die Lichter brennen

Kolumne Apropos : Der Advent in der Ankündigungshölle

Im Lichterglanze rodeln, dabei Weihnachtslieder jodeln, oder sich lieber gleich an den liebevoll geschmückten Hütten zuschütten? Der Wort-Baukasten der Weihnachtsmarkt-Einladungen entführt direkt in die Vor-Ankündigungs-Hölle.

Ja, es ist wieder soweit: Wie jedes Jahr lockt der alljährliche traditionelle Weihnachtsmarkt Klein und Groß von Fern und Nah.

Wo der Duft von „kulinarischen Leckereien“ verlockt, von Fett-Lappes über Riesen-Rostwurst bis Waffeln, die dem Preis nach vergoldet sein müssten – da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Zwischen allerlei urigem Kunsthandwerk, der Auswahl an selbstgestrickten, -gekneteten und -geschweißten Scheußlichkeiten, finden die geneigten Besucher bestimmt auch noch ein paar Geschenkideen, die garantiert aussehen wie selbst gemacht. Ho ho ho.

Und wen das stimmungsvolle Gedränge im Weihnachts-Wonderland nicht so schnell in Stimmung bringt, der kann dem umfangreichem Bühnenprogramm lauschen, das garantiert in weihnachtliche Welten entführt. Wenn dann beim besinnlich süßen Gesingsel und dem Dauer-Gedudel von „Last Christmas“ im farbenfrohen LED-Geblinke die originellen Weihnachtsmann-Mützen wackeln und die Kinderaugen fiebrig leuchten, hat mancher indes schon am Glühwein-Stand ordentlich die Lichter brennen – oder schießt sich beim „Glüpunsch mit Schuss“ gleich ins Aus. Dennoch: Hoch die Tassen, ist schließlich alles für einen guten Zweck!