Angst vor Ratten : Kleines Ding, große Wirkung

Ob es eine Maus oder eine Ratte ist, die da im Keller ihr Unwesen treibt? Ich glaube, das ist meiner Kollegin ziemlich egal. Fest steht, dass die Ratte, die dann wohl doch als solche identifiziert wurde, den Tag und sogar die Nacht auf den Kopf stellt.

Und die ganze Familie auf Trab hält. Den Tag insofern, als das Material für die Theatergruppe in der Werkstatt gelagert ist. Problem? Ja, ein großes. Denn meine Kollegin hat, kann man sich denken, Angst vor Mäusen – und Ratten wohl erst recht. Was tun? Bevor sie auch nur einen Fuß in die Werkstatt setzt, um das Material zu holen, fährt sie lieber in den Baumarkt Neues kaufen, als dass sie eine unliebsame Begegnung mit dem unerwünschten Haustier hat.

Und während ihr jedes Mittel zur Bekämpfung recht ist, machen sich ihre Enkel einen Spaß draus. Was will so eine kleine, für die Kinder, eine liebe Ratte schon anstellen? Für den anderen ist es eine kleine, miese Ratte. Die Mausefalle nutzt nix und auch der Köder nicht. Im Gegenteil. Das blöde Vieh ist auch noch schlau. Trickst nicht nur die Hausherrin aus. Nein, auch Sohn und Schwiegersohn nehmen Anteil an der Rattenplage. Ja, die haben gut reden. Ist ja nicht ihr Haus! Die Ratte schafft es doch tatsächlich, dass die Nacht zum Tag wird. Denn geschlafen wird mit Licht – geht gar nicht. Und der erste Blick am Morgen? Hat sie sich auch wirklich nicht durch die Tür im Keller gefressen!? Nein, hat sie nicht. Wäre ja noch schöner, wenn das Rattengift für 15 Euro seine Wirkung verfehlen würde. Hat es aber. Denn noch ist sie da! Nur jetzt hat man sie gefangen. Im Rohr sitzt sie und nur ein Farbeimer hält sie ab, weiter ihr Unwesen zu treiben.