Winter-Wortwechsel Und immer wieder: „Tür zu!!!“

Sie ist eingeschaltet, die Heizung – und mit der Temperatur im Raum steigt auch mein Blutdruck merklich: „Tür zu!!!“ ist garantiert zwischen November und März mein häufigster Ausruf, noch vor „Essen kommen!

 Nicole Bastong

Nicole Bastong

Foto: Robby Lorenz

!!“. Denn aus mysteriösen Gründen schaffen es meine Mitbewohner einfach nicht, einen beheizten Raum zu verlassen, ohne die Tür zu schließen. Es ist zum Mäusemelken: Wirklich alle, sogar die Katze, lassen ständig die Türen hinter sich offen! Auch Besucherkinder haben anscheinend „daheim alle Säcke an den Türen“. Argh! Tag der offenen Tür ist bei uns während der Heizperiode gefühlt täglich – so sehr ich auch dagegen ankämpfe. So halte ich unentgeltlich endlose Vorträge über Energiekosten. Und beende jedes Gespräch mit der Formel „...ja, ok, Tür zu!“ Ein Klassiker: Mein Teenie-Sohn, Meister im Stoßlüften, erzählt gern mal wörtlich zwischen Tür und Angel; steht also in der weit geöffneten Luke und kann dann plötzlich auch in ganzen Sätzen sprechen:   „Toll! Komm doch einfach rein – und Tür zu!!!“ Es ersetzt sogar übliche Begrüßungsfloskeln: „Ah, hallo, Tür zu!“ Und die Standardfrage an die Kinder lautet: „Ist deine Tür zu?!“ (Die Standard-Antworten dazu kennen alle Eltern: „jaja gleich“ und „jahaaa...ach nee.“) Wird beim 178. Mal daraus auch mal ein gebrülltes „Tür zu!!!“, folgt sicher die beleidigte Antwort: „Ach ja, vergessen. Schrei doch nicht gleich so.“