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Keine Besucher mehr erlaubt im Krankenhaus Saarlouis

Neue Regelung : Auch Saarlouiser Krankenhäuser verbieten ab sofort Besuche

DRK-Krankenhaus und Marienhaus-Klinikum folgen der Uni-Klinik. Nur für wenige Fälle gibt es eine Ausnahme, etwa bei Geburten.

Bei der Uniklinik in Homburg gilt seit Montag ein weitreichendes Besuchs-Verbot. Beim Krankenhaus in St. Ingbert durften Besucher bereits seit Samstag nicht mehr ins Gebäude. Nun ziehen das Klinikum Saarbrücken, die Kliniken in Püttlingen und Sulzbach und die beiden Saarlouiser Krankenhäuser nach. 

 Wie das Saarlouiser DRK-Krankenhaus am Dienstag mitteilte, sind aufgrund der aktuellen Lage bezüglich der Coronavirus-Erkrankung ab dem heutigen Mittwoch, 18. März, keine Besuche von Patienten mehr erlaubt – zum Schutz der Patienten und der Mitarbeiter. Nur in Ausnahmefällen könne mit den Leitungskräften vor Ort und unter strengen Hygieneauflagen ein Besuch erfolgen.

Die Pforte des Krankenhauses in Saarlouis bleibe geöffnet, damit die Ambulanz zugänglich sei. Allerdings kontrolliere ein Wachdienst den Eingang und frage nach, ob es sich um Mitarbeiter oder Besucher handele.

Besuche in den Patientenzimmer seien bis auf Weiteres nicht mehr erlaubt, erklärte Nadine Tritz, Pressesprecherin des Krankenhauses. Die Besuchersperre gilt demnach auf allen Stationen.

Die einzige Ausnahme gelte für die Geburtshilfe: Nach Beschluss des Direktoriums können die werdenden Väter weiterhin im Kreißsaal mit dabei sein. Beim Kaiserschnitt leider nicht, teilt Tritz auf Nachfrage mit.

Bereits am vergangenen Freitag hatten die geriatrische Klinik des DRK in Mettlach sowie die DRK-Gästehäuser in Lebach, Wadgassen, Hülzweiler und Dillingen den Besuch von Patienten untersagt.

Auch das Marienhaus-Klinikum Saarlouis verhängt ab Mittwoch eine komplette Besuchersperre, bestätigt Pressesprecher Heribert Frie­ling auf Nachfrage. Lediglich auf der geburtshilflichen Station, der Kinderstation und in der Palliativ-Abteilung gelte eine Ausnahme: Da bleibe es bei den eingeschränkten Besuchszeiten und einem Besucher pro Patient.