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Karfreitag war verkaufsoffen im Pieper Saarlouis

Karfreitag verkaufsoffen : Großer Andrang bei Pieper blieb aus

Mit der Aktion am Karfreitag zu öffnen, gab es nicht nur Beifall für Pieper.

Die Ankündigung des Kaufhauses Pieper in Saarlouis, seine Lebensmittelabteilung an Karfreitag von 10 bis 15 Uhr zu öffnen, traf nicht nur auf Gegenliebe. Vor allem nach der Ankündigung von Pieper auf Facebook hagelte es Kritik. Dabei kritisierten viele Kommentatoren, dass die Mitarbeiter sich nach den vergangenen Wochen auch mal eine Auszeit verdient hätten.

Seitens Pieper hieß es zur Klarstellung: „Wir handeln ausdrücklich im Sinne der Verordnung, um die zu erwartende hohe Kundenfrequenz am Samstag zu mindern. Damit schützen wir nicht nur unsere Kunden, sondern auch unsere Mitarbeiter vor erhöhten Ansteckungsrisiken. Die Entscheidung ist getroffen worden nicht nur in enger Abstimmung mit, sondern auch auf Wunsch der Mitarbeiter und des Betriebsrates.“ Zudem nutze man am Samstag die Öffnungszeit bis 20 Uhr nicht. „Wir schließen um 18 Uhr, damit unsere Mitarbeiter sich nach einem anstrengenden Tag noch auf den Ostersonntag vorbereiten können.“

Tatsächlich blieb am Karfreitag ein großer Ansturm auf das Kaufhaus aus und der Musikant am Eingang spielte teils vor leeren Rängen. Auch auf dem Großen Markt blieben die meisten Parkplätze frei.

Kurz vor der Öffnung um zehn Uhr warteten nur eine Handvoll Kunden vor der Tür. Die wollten sich überwiegend mit Frühstück eindecken. „Ich kaufe nur ein Baguette, Brötchen und Eier fürs Frühstück“, erklärte ein junger Saarlouiser, der seinen Namen nicht nennen wollte, seinen Besuch am Karfreitagmorgen. „Die Ostereinkäufe haben wir schon erledigt!“, meinte auch ein Paar, das nur frische Croissants besorgen wollten. Sie fanden es „okay, dass Pieper geöffnet habe, aber nicht unbedingt notwendig“. Spaziergänger, die sich wohl auch mal anschauen wollten, was da am Karfreitag wirklich los ist, kommentierten die Einkaufsaktion im Vorbeigehen mit Kopfschütteln und einem leisen „Asozial“.

Obwohl es kein großes Gedränge zu erwarten war, gab es weder vor der Tür am Boden die inzwischen üblichen Abstandsmarkierungen noch wurde der Eingang kontrolliert. Ob es durch die Öffnung am Karfreitag wirklich zu einer Entspannung der Einkaufssituation am Samstag führt, bleibt abzuwarten.