Kämpferischer Wahlkampf-Auftritt des Hubertus Heil

Kämpferischer Wahlkampf-Auftritt des Hubertus Heil

Saarlouis. Hubertus Heil, Bundesgeschäftsführer der SPD (Foto: SZ), hat am Mittwochabend offenkundig die richtigen Töne gefunden. Im Studio des Theaters am Ring in Saarlouis dankten ihm gut 120 Zuhörer für seine kämpferische Rede mit lautem und anhaltendem Beifall

Saarlouis. Hubertus Heil, Bundesgeschäftsführer der SPD (Foto: SZ), hat am Mittwochabend offenkundig die richtigen Töne gefunden. Im Studio des Theaters am Ring in Saarlouis dankten ihm gut 120 Zuhörer für seine kämpferische Rede mit lautem und anhaltendem Beifall. Ottmar Schreiner und Heiko Maas überzeugten das Publikum - überwiegend sozialdemokratisch Aktive - mit ihren Beiträgen ebenfalls. Guter bis optimistischer Stimmung verließen die Genossen die Versammlung.Stichwort Stimmung: Die bezeichnete der Wahlkreisabgeordnete Schreiner als "super". Vor allem sei sie viel besser, als Umfragen glauben machen wollten. Allerdings erhoffe sich die saarländische SPD "noch mehr Rückenwind aus Berlin".Heil nahm den Ball auf. An der Saar sei die Aufgabe nicht leicht, dem wenig erbaulichen Bundestrend zu trotzen. Umso beachtlicher sei die Leistung "des kommenden Ministerpräsidenten Maas" und seiner Freunde einzuschätzen. Der Bundesgeschäftsführer der SPD stellte die Krise in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen, nannte die Bundesminister Scholz, Steinbrück und Steinmeier als diejenigen, die die entscheidenden Vorstöße zu ihrer Bewältigung gemacht hätten. Nun allerdings gelte es, die Krise nicht als Betriebsunfall zu betrachten und quasi zur Tagesordnung überzugehen. Folglich stehe Deutschland in der Bundestagswahl wie dem Saarland bei der Landtagswahl eine "Richtungsentscheidung" ins Haus: "Wer Schwarz-gelb wählt, muss wissen, dass das die Leute sind, die weitermachen wollen wie bisher." Sozialdemokraten müssten dagegen sich selbst treu bleiben, sich nicht an Umfragen orientieren, "und den Menschen unsere Argumente liefern".Die sieht Maas vor allem in der Arbeitsmarktpolitik - "die ist, wenn sie gut ist, auch die beste Familienpolitik" - und in der Bildungspolitik. Für den Spitzenkandidaten der Saar-SPD ein Kernthema in "guter sozialdemokratischer Tradition", wie er sagte. Denn: "Nicht was Eltern im Geldbeutel, sondern was Kinder im Kopf haben, soll über deren Chancen entscheiden." pum