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ÖPNV im Kreis Saarlouis
„Jetzt gilt: Ein Kreis, eine Linie“

Kreis Saarlouis. Landrat Patrik Lauer nennt es „gute Nachricht für den Kreis“. Die Ver- gabe der Buslinien an die Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis KVS ist jetzt rechtskräftig. Von Mathias Winters

(pum) Landrat Patrik Lauer hat am Mittwoch Post aus dem Wirtschaftsministerium bekommen. Am Freitag berichtete er unsere Zeitung davon, es gehe „um die KVS-Geschichte“. Ja, es erinnern sich nicht nur die Älteren daran. Die „KVS-Geschichte“ ist die um die Neu- oder Wiedervergabe von Konzessionen für den Busverkehr im Landkreis Saarlouis. Eigentlich eine Traditionsveranstaltung: Warum sollte ein anderes Unternehmen als die Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis (mutmaßlich besser bekannt unter dem Kürzel „KVS“) die Konzession erhalten?


Es gab mit dem Unternehmen Saar-Mobil aus Püttlingen einen zweiten Bewerber und damit die Notwendigkeit einer Entscheidung. Die kann nur zugunsten der KVS fallen, waren sich Kreisverwaltung, deren Chef Lauer und der Kreistag einig. Es galt jedoch, komplizierte rechtliche Bedingungen zu erfüllen, um etwaige Widersprüche oder gar Klagen des dann unterliegenden Bewerbers zu vermeiden.

Und tatsächlich hatte Saar-Mobil Widerspruch eingelegt. Was Lauer jetzt freut? Die Post aus Saarbrücken enthält die Nachricht, dass Saar-Mobil den Widerspruch zurückgezogen habe. Damit ist die Vergabe der Konzessionen an die KVS bis Ende 2028 rechtskräftig. Das gilt für beide Teilnetze des Busverkehrs im Kreis. „Jetzt gilt: Ein Kreis eine Linie“, freut sich der Verwaltungschef. Damit sei ein „großes Ziel des Kreises, nein ich sage mal des Landrats, erreicht“, sagt Lauer



Denn die Teilnetze – früher fuhr außer den KVS die Linie RSW die Busse – können jetzt zusammengeführt werden. Das kann und wird aus Lauers Sicht zur Verbesserung des Angebots führen. Er erwartet sich merkliche Vorteile für die Kunden. Wichtig ist ihm aber auch die Planungssicherheit für die Kreisverkehrsbetriebe und damit für die Beschäftigten des Unternehmens.