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Inexio legt in Saarlouis Jahresbilanz vor

Telekommunikationsunternehmen : Inexio will Standort Saarlouis ausbauen

Die Erfolgsgeschichte geht weiter. 2007 praktisch in einer Garage gegründet, geht inexio in Saarlouis jetzt auf 100 Millionen Euro Umsatz zu. Inexio baut Glasfasernetze und bietet Serviceleistungen bis zu Rechenzentrumslösungen an.

Das 2007 gegründete und in Saarlouis ansässige Telekommunikationsunternehmen inexio will auf jeden Fall in der Stadt bleiben, auch wenn die Firmengebäude aus allen Nähten platzen. Das versicherte bei einer Bilanzpressekonferenz am Dienstag inexio-Gründer und -Geschäftsführer David Zimmer.

Das Unternehmen hat seinen Umsatz in 2018 von 65 Millionen auf 84,3 Millionen Euro gesteigert. 2012 hat es als Ziel ausgegeben, bis 2020 100 Millionen zu schaffen. Das könnte nach Einschätzung der Geschäftsführung schon 2019 erreicht werden. „Von der Gründung in der Garage in 12 Jahren zu 100 Millionen Umsatz,das ist nicht schlecht“, schmunzelt Zimmer

320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zähle das Unternehmen, 50 mehr als im Vorjahr. Rund 270 von ihnen haben ihren Arbeitsplatz in Saarlouis. Das Gebäude im Astra-Gelände ist damit gefüllt. Die frühere Zentrale, die alte Landeszentralbank in der Vaubanstraße, will inexio behalten. Über die genaue Nutzung ist noch nicht entschieden, wie Zimmer sagte. Inexio wolle weiter expandieren. Ein Grundstück am Rande der Innenstadt wolle man kaufen, was jedoch beim Notar vorerst ausgesetzt worden sei, als man entdeckt habe, dass eine winzige Fläche nicht dem Verkäufer, sondern der Stadt gehöre. Zimmer ist aber zuversichtlich, dass der Kauf bald über die Bühne geht. Denn „wir wollen auch weiter alles hier am Standort Saarlouis konzentrieren.“

Inexio-Geschäftsführer David Zimmer Foto: Carsten Simon / Inexio

Inexio kämpft nach Aussagen von Zimmer und der für Geschäftsentwicklung zuständige Geschäftsführer Christoph Staudt mit Fachkräftemangel. Bislang habe das aber die Geschäftsentwicklung nicht behindert. Gesucht würden zum Beispiel Fachleute für Glasfasertechnik. Die beiden Geschäftsführer wünschen sich, dass die herkömmliche Ausbildung einschlägiger Beruf diese Fähigkeiten integriert. Man stehe bei diesen Fachkräften im Wettbewerb mit anderen Telekommunikationsunternehmen. Zudem gibt es laut Zimmer im Saarland keine vergleichbaren Unternehmen, von denen bestimmte besonders hoch qualifizierte Mitarbeiter abgeworben werden könnten. „Sie kommen als entweder von weit her oder wir qualifizieren sie selbst.“