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Großbrand einer Halle in Diefflen: Spurensuche noch im Gange

Eine halbe Million Schaden : Nach dem Großbrand in Diefflen läuft die Spurensuche

Bei Schweißarbeiten ist in der ehemaligen Dieffler Tennishalle am Freitag ein Großbrand ausgebrochen - 16 Menschen wurden verletzt, 130 Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, der Schaden ist hoch. Auch am Samstag lief noch die Spurensicherung.

Am Tag nach dem Großbrand in Dillingen-Diefflen, wo die ehemalige Tennishalle und heutige Oldtimerwerkstatt völlig zerstört wurde, haben Nachbarn ihre angrenzenden Garagen aufgeräumt, die eigentliche Brandstelle war polizeilich abgesperrt.

Rot-Weißes Flatterband wies auf die Polizeiabsperrung hin, Bauzäune verhinderten Zugang zum Brandort. „Wenn Du da zum Spielen hingehst, bekommen wir richtig Ärger", sagte eine Mutter zu ihrer Tochter an der Hand. „Aber ich kenn mich da aus", antwortete die Kleine und bestätigte damit, dass die Warnung der Mutter nicht grundlos erfolgte. Ein Betreten des Brandortes wäre aber auch wirklich ein Risiko, denn dort sind mehrere Autos völlig ausgebrannt, scharfkantige Metallteile stehen ab, auf dem Boden liegt Schutt, das Hallendach ist nur noch ein Gerippe.

Die Polizeiabsperrung soll sicherstellen, dass noch nicht aufgeräumt wird, bevor die Spurensuche und die Schadensermittlung abgeschlossen sind. Die Polizei gab an, dass man von einer halben Million Euro Schaden ausgehe. Auch die verbrannten Oldtimer spielten da eine Rolle, sogar ein historisches Feuerwehrauto ist verbrannt. Der Rundhauber-LKW ist nicht mal mehr rot. Das Feuer hat den Lack weggebrannt.

Die Dillinger Feuerwehr hat nach dem Einsatz Bilanz gezogen. „Nicht nur das Feuer in der Lagerhalle selbst, sondern auch die Ausbreitung des Brandes auf daneben stehende Bäume und Sträucher hielten die Feuerwehr auf Trab. Zudem mussten mehrere Druckbehälter aus der Halle evakuiert werden", so die Wehr in ihrem Einsatzbericht. Flammen hätten meterhoch in den Himmel geschlagen, angrenzende Bäume in den Gärten seien in Brand geraten. „Die Kollegen des Löschbezirk Nalbach unterstützen zunächst bei der Bekämpfung der Vegetationsbrände in den umliegenden Gärten. Danach lösten sie teilweise Dillinger Atemschutztrupps nach ihrem anstrengenden und kräftezehrenden Einsatz aus." Der Löschbezirk Bilsdorf habe während des Einsatzes den Grundschutz für die Umgebung übernommen und sei einsatzbereit gewesen. „Da Arbeiten in der Nähe der Halle ausschließlich mit schwerem Atemschutz möglich war, wurde zudem der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehr Saarlouis angefordert. Er brachte „frische Luft" für die eingesetzten Kräfte an die Einsatzstelle.

Durch die Feuerwehr wurden mehrere angrenzende Garagen gewaltsam geöffnet, um eine mögliche Brandausbreitung auszuschließen und weitere Druckbehälter zu sichern. Eine Garage brannte vollständig aus. Der Einsatzbericht listet die mühsame Arbeit der Wehr auf: „Auch die Seitenwände der Halle mussten mühsam und von Hand geöffnet werden, um das Feuer effektiv zu bekämpfen. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch über mehrere Stunden hin. Dabei wurden wir von einem Kollegen der Feuerwehr Nalbach mit einem Radlader unterstützt." Nach dem Brand wurde der Bauzaun um das Gelände gestellt, das Ordnungsamt half dabei.

Auch der Rettungsdienst war mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort. Insgesamt gab es nach Feuerwehr- und Polizeiangaben 16 Verletzte. Acht von ihnen mussten zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. Der DRK Ortsverein Diefflen unterstützte. Insgesamt waren über 130 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz. „Tragisch für viele Kameradinnen und Kameraden unseres Löschbezirks: Neben weiteren Kraftfahrzeugen war auch ein Feuerwehr-Oldtimer in der Halle abgestellt. Wie alle anderen Fahrzeuge brannte auch unser altes Löschfahrzeug "LF 16" vollständig aus. Der LF 16 war jahrelang im Dienste der Feuerwehr Dillingen; viele Kameraden fuhren ihre ersten Einsätze auf dem Wagen, oder erlernten in der Jugendfeuerwehr das Feuerlöschen." Brandursache waren Schweißarbeiten.