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Fünf Parteien wollen in Ensdorf in den RatFragen an die Spitzenkandidaten

Ensdorf. Die Geschichte Ensdorfs wurde überwiegend geprägt durch die Heimatverbundenheit seiner Menschen, durch die geografische Lage an der Saar, die fruchtbaren Äcker und den Grenzcharakter der Region. Das Jahr 1179 ist als nachweisbares Gründungsdatum anerkannt. Seit dem 17. Jahrhundert ist der heutige Name Ensdorf einheitlich dokumentiert

Ensdorf. Die Geschichte Ensdorfs wurde überwiegend geprägt durch die Heimatverbundenheit seiner Menschen, durch die geografische Lage an der Saar, die fruchtbaren Äcker und den Grenzcharakter der Region. Das Jahr 1179 ist als nachweisbares Gründungsdatum anerkannt. Seit dem 17. Jahrhundert ist der heutige Name Ensdorf einheitlich dokumentiert. Ensdorf wurde 1982 wieder zur eigenständigen Gemeinde, nachdem sie zuvor von 1974 an zur Großgemeinde Schwalbach gehörte.Aktuell zählt die Gemeinde Ensdorf 6609 Einwohner. Das Amt des Bürgermeisters hält Thomas Hartz (CDU) inne. Er hat die Bürgermeisterwahl im November 2003 mit 62 Prozent der Stimmen gewonnen. Der Gemeinderat besteht derzeit aus 27 Mitgliedern. Die CDU-Fraktion stellt 14 Mitglieder, die SPD-Fraktion neun Mitglieder, die FWG zwei Mitglieder, ein fraktionsloses Mitglied (nach Austritt aus der FWG), die Grünen ein Mitglied. In Ensdorf dürfen 5143 Bürger zur Europawahl gehen, 5373 Bürger sind Wahlberechtigte bei der Kommunalwahl. Das Wappen der Gemeinde Ensdorf zeigt über dem silbernen Wellenschildfluss in rotem Feld eine silberne heraldische Lilie, schwebend über goldenem Schlägel und Eisen, woraus nach links und rechts je ein silberner Blitz ausstrahlt. Die silberne Welle will andeuten, dass Ensdorf an der Saar liegt und mit ihr funktionell verbunden ist. Da auf dem Gemeindebann die Grube Ensdorf steht, nimmt das bergmännische Zeichen Schlägel und Eisen im Wappenschild eine zentrale Position ein. Die Blitze weisen auf das Kraftwerk hin. Die silberne Lilie ist ein Mariensymbol und bezieht sich darauf, dass Ensdorf bis 1581 zum Kloster Wadgassen gehörte, dessen Kirche der Muttergottes geweiht war. Die Lilie ist auch Symbol der französischen Könige und zeigt die historische Verbundenheit mit Frankreich durch die ehemalige Zugehörigkeit zum Bann Saarlouis. Da der Ort nach 1581 zum Herzogtum Lothringen kam, erscheinen im Wappen Silber, Rot und Gold als Farben der Herzöge von Lothringen. Das Wappen wurde am 22. November 1963 verliehen. hthCDU1. Erstens: Ein notwendiges neues Feuerwehrgerätehaus wird über das kommunale Konjunkturprogramm bezuschusst, deshalb den Bau sofort. Zweitens: Maßnahmen zum Hochwasserschutz im Bereich des Parks für die Weiherbachstraße. Sanierung des Abwassersystems. Drittens: Erhalt und Ausbau unserer Sportstätten. 2. Kooperationen werden erst nach der Wahl angedacht. 3. 50 Prozent plus.SPD 1. Erstens: (Energetische) Sanierung der Grundschule und der Schulturnhalle mit den Geldern aus dem Konjunkturprogramm II, dadurch unter anderem Energiekosteneinsparung. Zweitens: Verlegung des Bahnhofes in die Ortsmitte an den Marktplatz, dadurch Aufwertung der Ortsmitte. Für Gemeinde kostenneutral. Drittens: Erhalt des Freibades durch drastische Senkung der Betriebskosten, indem das Freibad in ein Naturbad umgewandelt wird. 2. Wir wollen keine feste Koalition mit irgendeiner Partei eingehen, es kann für uns nur Kooperationen zur Verwirklichung bestimmter Ziele und Projekte geben. Als Kooperationspartner kommt prinzipiell jede Partei in Frage außer der CDU. Wichtigstes Ziel ist es, die absolute Mehrheit der CDU endlich zu brechen. 3. 36 Prozent (plus drei Prozent).Grüne1. Erstens: Ensdorf ist eine sehr lebendige Gemeinde mit aktiven Vereinen und Verbänden. Deren ehrenamtliche Arbeit muss mit Investitionen in die Infrastruktur unterstützt werden. Zweitens: Ein weiteres wichtiges Ziel unserer Arbeit im Gemeinderat wird die Errichtung eines Bahnhaltepunktes in der Ortsmitte und die wesentliche Verbesserung der Situation für Radfahrer und Fußgänger in unserem Dorf auch zur Wiederbelebung des Ortskerns (Verkehrsberuhigung im Bereich der B 51 alt). Drittens: Ensdorf ist mit eine der Gemeinden mit dem höchsten Schuldenberg. Mit der Einführung der doppischen Buchführung ergeben sich neue Steuerungsmöglichkeiten, die bisher nicht genutzt werden. 2. In Ensdorf treten erstmals fünf Parteien zur Wahl an. Wir werden ausloten, mit welchen Parteien wir unser Wahlprogramm umsetzen können. 3. Bei einer regen Wahlbeteiligung gehen wir doch von sieben bis acht Prozent aus. Linke 1. Wir wollen die aktuellen Belange der Bürger aufgreifen: Fernwärme für den gesamten Ort; Fußgängerwegeausbau in den Neubaugebieten. 2. Für die Bürgerinnen und Bürger wird es wichtig sein, dass der Gemeinderat gute Arbeit leistet mit guten Ergebnissen für die Einwohner von Ensdorf. Daher werden wir themen- und projektabhängig entscheiden, welcher Kooperationspartner für uns in Frage kommt. 3. Wir treten zum ersten Mal auf kommunaler Ebene an, daher rechnen wir mit etwa acht bis zwölf Prozent der Stimmen. Freie Wähler 1. Erstens: Überprüfen, ob ein Ausstieg aus der Sparte Müll des EVS den Ensdorfer Bürgern Gebühren sparen kann. Zweitens: Erhalt des Schwimmbades und Instandsetzung des Sportplatzes. Drittens: Unbürokratische und schnelle Hilfe bei Problemen aller Art. 2. Ich lege Wert darauf, dass wir in Ensdorf grundsätzlich keine Koalitionen eingehen, wohl aber mit jedem Ratsmitglied zusammenarbeiten wollen. 3. 15 bis 18 Prozent.