Fröhliche Weihnacht überall . . .

Es ist schon ein paar Jährchen her, als unsere Ziegen, Schafe und Esel hinter dem Haus auf der großen Wiese munter grasten. Zu Weihnachten bekamen auch alle ganz spezielle Geschenke. Die Ziegen Trinchen und Finchen mochten am liebsten Bürstenmassagen mit Teebaumöl

Es ist schon ein paar Jährchen her, als unsere Ziegen, Schafe und Esel hinter dem Haus auf der großen Wiese munter grasten. Zu Weihnachten bekamen auch alle ganz spezielle Geschenke. Die Ziegen Trinchen und Finchen mochten am liebsten Bürstenmassagen mit Teebaumöl. Die Schafe Blanca und Heidi liebten es, wenn wir mit ihnen Nachlaufen um die Ställe spielten, bis uns die Puste ausging und die Schafe uns fast mitleidig anblinzelten. Platero, unser Langohr, hatte es leidenschaftlich gerne, wenn ich mit ihm stundenlang, seinen Kopf umschlungen, verschmust über die Wiese stolperte. Der 1. Weihnachtstag gehörte ganz unseren Tieren. Wären an diesem Tag unsere Gäste gekommen, hätten sie die Nase gerümpft, weil wird dann genau wie unsere Tiere auch "dufteten".Die engsten Verwandten waren zum 2. Tag eingeladen. Deshalb hatten wir frühzeitig das Wohnzimmer geschmückt und den großen Tisch gedeckt, Gebäckschalen mit mindestens 14 Sorten an Selbstgebackenem gefüllt. Kleine Geschenke in stimmungsvoller Verpackung warteten, um das schlichte Krippchen herum gelegt, auf ihre Entdecker. Unsere einfachen Menüs waren schnell zubereitet, so dass wir alle zusammen gemütlich hätten feiern können . . .Es kam etwas anders. Unser Jüngsten mit Freundin trudelte etwas früher ein. Aber sie wollten mit ein paar Leckerlis den Vierbeinern ein liebliches Fest wünschen. In dieser Zeit fand sich auch die Älteste ein und entlockte dem alten Harmonium bereits die ersten Weihnachtslieder. Die Verwandten gesellten sich im Musikzimmer dazu und stimmten inbrünstig mit ein. Alle drängten sich feierlich singend in dem Stübchen zusammen.Aber nach einer kleinen Gesangspause drangen plötzlich tierisch laute Geräusche aus dem Wohnzimmer. Mäh-Bäh . . . Schlimmes ahnend öffnete ich die Tür. Vorwitzig hinter mir meine Gäste. Oh Gott . . . die verdammten Biester! Was sich da bot, war einfach nur schräg. Wir lachten Tränen. Schräger konnte es nichts geben in diesem Moment. Erwartungsvoll blickte die Horde uns an. Das Heu aus dem schönen Krippchen hing angekaut aus Trinchens Mäulchen. Die mit Liebe gebackenen Gebäcksorten mahlten gierig die Schafe. Jesus Maria und Josef - die niedlichen Figürchen waren auf dem schmutzigen Parkettboden verteilt, Verpackungsmaterial schleifenlos herum gestreut. Nur der Esel, stampfend vor der Tür, traute sich nicht herein. Zumindest war dadurch das gute Tafelgeschirr heil geblieben.Irgendjemand hatte das Tiergehege nicht fest genug verschlossen. Dadurch feierten wir und die Vierbeiner mal ganz verrückte Weihnachten.

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