Familienforscher Familienforscher treffen sich in Saarlouis

Saarlouis · Familienforscher des Netzwerkes „Europactes“ haben sich bei der Saarlouiser Vereinigung Heimatkunde getroffen.

  Familienforscher aus Lothringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland trafen sich im Kreisständehaus Saarlouis mit Gastgeber Hans Peter Klauck (ganz links).

Familienforscher aus Lothringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland trafen sich im Kreisständehaus Saarlouis mit Gastgeber Hans Peter Klauck (ganz links).

Foto: Bodwing Johannes A.

Vier Millionen Namen aus rund vier Jahrhunderten sind die Basis der Familienforschung von „Europactes“. Darin arbeiten acht Vereine aus Lothringen, dem Trierer Raum und dem Saarland zusammen. Am Freitag fand wieder eines ihrer Treffen in Saarlouis statt. Buchstäblich am runden Tisch saßen sie im Sitzungssaal des historischen Kreisständehauses. Zweimal im Jahr finden die Treffen statt, denn „wir liegen hier zentral“, sagte Gastgeber Hans Peter Klauck, Vorsitzender der Vereinigung für Heimatkunde im Landkreis Saarlouis. Wichtige Basis der Zusammenarbeit ist die von Pascal Pariset entwickelte Software. In ihr stecken Datensätze mit Familien aus dem Saarland und der Moselregion. „Wir haben mit zwei Millionen angefangen, jetzt sind es vier Millionen Personen.“ Quer durch die Lande führen die Familienstammbäume, deshalb seien die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und der Austausch so wichtig. Acht Vereine machen inzwischen mit. Aber „Corona hat viel kaputt gemacht“, hieß es. Vor allem fehlten die Veranstaltungen, bei denen neue Bücher vorgestellt werden könnten. Denn der Verkauf von Familienbüchern finanziere die Forschungsarbeit mit. Ein weiterer Anteil komme über Mitgliederbeiträge herein, dagegen seien Fördermittel eher dürftig. Die Unterstützung durch Gemeinden und Städte hänge vielfach von einzelnen Personen ab. Manche Bürgermeister seien engagiert und stellten sogar Räume bereit, andere würden nicht einmal Hinweise im Nachrichtenblatt veröffentlichen. Das könne darüber entscheiden, in welchem Maße sich die Menschen vor Ort für ihre Herkunft interessieren, erläuterte Karl G. Oehms von der Bezirksgruppe Trier der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde. „Nur wer bei uns Mitglied ist, dem helfen wir bei der Suche“, sagte ein Familienforscher aus dem französischen Bitche. „Dann übersetzen wir auch Sütterlin.“