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| 21:15 Uhr

Fastnachtsumzug in Fraulautern
Faasendbozen ziehen durch Fraulautern

„Ein Jahr Warten ist vorbei“: Der Fanfarenzug Ensdorf sorgt in Fraulautern lautstark für Stimmung. Auch die Zuschauer trotzen dem Regen.
„Ein Jahr Warten ist vorbei“: Der Fanfarenzug Ensdorf sorgt in Fraulautern lautstark für Stimmung. Auch die Zuschauer trotzen dem Regen. FOTO: Johannes A. Bodwing
Fraulautern/Elm/Biringen. Beim Umzug mit bunten Fußgruppen und Motivwagen geht es hoch her. Auch in Elm und Biringen versammeln sich die Narren.

Da war alles drin am Sonntag beim Faasendumzug in Fraulautern. Von ein paar sonnigen Abschnitten bis zu Nieselwetter, von bunten Fußgruppen bis zu musikstarken Motivwagen. Und die letzten Teilnehmer erwischte noch ein kräftiger Schneeregen. Weit im Osten des Saarlouiser Stadtteils standen kurz nach 14 Uhr rund 30 Gruppen und Wagen bereit. Die schickte ein Schuss aus der Kanone des Fraulauterner Artilleriekorps auf die Reise vom Industriegebiet zum Vereinshaus. Auf der rund zweieinhalb Kilometer langen Strecke durch die Jahnstraße und das Lauterner Zentrum feuerte der Kanonier bis zu 70 mal die donnernden Ladungen ab.

Unterwegs hatten Anwohner den Grill ausgepackt, andere machten es sich unterm Heizpilz gemütlich, während der Umzug vorüberrollte. Nach fast einer Stunde Marsch durch die zwei Kilometer lange Jahnstraße bog der Tross in die Lebacher Straße ein. „Juchuh, da Zuch kömmt“, schallte es dort aus den Lautsprechern. Und: „Ein Jahr Warten ist vorbei.“ Trotz einer Witterung, die eher für wettergegerbte Nordmänner gemacht war, zeigten die Zuschauer am Straßenrand Stehvermögen. Zur Belohnung spielte der Fanfarenzug Fraulautern auf, und von einem Anhänger musizierte die Hausband der LiGeKa aus Lisdorf in die Menge. Und der Fanfarenzug Ensdorf spielte auf.

Die GKG brachte ihre Garden auf die Straße und als Stinktiere ihre Schautanzgruppe. Das Männerballett setzte bunte Akzente unter dem grauen Himmelszelt, der Kindergarten hatte das Dschungelbuch aufgeschlagen. Statt Schneebällen warfen die Schneemänner vom Tennisclub Fraulautern weiche Tennisbälle in die Menge. Aus Wallerfangen waren die Neimerder mit Footballspielern und Trojakämpfern dabei. Der Fraktionsvorsitzende der CDU Saarlouis, Raphael Schäfer, hatte seine Lämmer dabei. Mit Oberbürgermeister Peter Demmer führte der SPD-Stadtverband einen neuen Kapitän an Bord mit sich. Von Picard waren die Fräsch über die Saar gekommen, von Wallerfangen der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, aus Saarwellingen der Musikverein „Harmonie“. Mit Prunkwägen schlossen die Gold-Blauen Funken aus Saarwellingen den Zug, ebenso die Faasend Rebellen vom Steinrausch und Karo-Blau-Gold Roden.

Erstmals wartete zu Abschlussfeier und Ball nicht das warme Vereinshaus auf Teilnehmer und Besucher. Zu oft hatte in der Vergangenheit Alkoholmissbrauch zu Problemen geführt. Ersatzweise begrüßte die GKG die Feierfreudigen auf dem Brunnenplatz vor dem Vereinshaus.

Hoch her ging es am Sonntag nicht nur in Fraulautern. Auch in Elm war die närrische Hölle los. Dort ließen sich die Faasendboozen nicht vom nasskalten Wetter von ihrem Spaß abhalten. Und in Biringen versammelte sich das närrische Volk aus Lothringen und dem Saarland gestern zum grenzüberschreitenden Fastnachtsumzug.

Der Obst- und Gartenbauverein hat am Sonntag beim Umzug durch Elm allerlei junges Gemüse im Gepäck. Bei nasskaltem Wetter ziehen die Narren durchs Dorf und haben gute Laune.
Der Obst- und Gartenbauverein hat am Sonntag beim Umzug durch Elm allerlei junges Gemüse im Gepäck. Bei nasskaltem Wetter ziehen die Narren durchs Dorf und haben gute Laune. FOTO: Carolin Merkel / Merkel Carolin
Beim grenzüberschreitenden Umzug in Biringen sind unter anderem die Wikinger dabei.
Beim grenzüberschreitenden Umzug in Biringen sind unter anderem die Wikinger dabei. FOTO: / Thomas Seeber
(az)