EU-Politiker Leinen: Lothringen muss die Gewässer mehr schützen

Überherrn. "Die grenzüberschreitende Konferenz über den Zustand der Fließgewässer in Überherrn zeigt ernüchternde Ergebnisse", sagt der saarländische Europa-Abgeordnete Jo Leinen (SPD). Frankreich müsse mehr für den Gewässerschutz tun, damit Rossel, Biest und Nied bis zum Jahr 2015 einen guten Zustand aufweisen können

Überherrn. "Die grenzüberschreitende Konferenz über den Zustand der Fließgewässer in Überherrn zeigt ernüchternde Ergebnisse", sagt der saarländische Europa-Abgeordnete Jo Leinen (SPD). Frankreich müsse mehr für den Gewässerschutz tun, damit Rossel, Biest und Nied bis zum Jahr 2015 einen guten Zustand aufweisen können. Bei der Tagung in Überherrn (wir berichteten) sei deutlich geworden, erklärt Leinen, dass mit den bisherigen Maßnahmen die Biest erst im Jahre 2021 und die Rossel nicht vor 2027 den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie entsprächen. Durch Verunreinigungen auf lothringischem Gebiet verliere auch die Nied immer wieder die Qualität als Badegewässer und erscheine auf dem europäischen Kataster mit dem Warnhinweis "Rot". Im Saarland seien in den vergangenen 20 Jahren enorme Investitionen in den Gewässerschutz getätigt worden, sagte Leinen. Die gutnachbarliche Kooperation erfordere, dass Lothringen mehr Tempo und Einsatz beim Gewässerschutz zeige. Statt ein Vorreiter beim grenzüberschreitenden Gewässerschutz zu sein, drohe die Region jetzt als Schlusslicht zu enden. red

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