„Einige Kinder hatten Angst vor mir“ Erzieherin aus dem Kongo arbeitet drei Jahre in Saarlouiser Kita: Diese Unterschiede haben sie schockiert

Saarlouis/Goma · Aline Bulere aus der Demokratischen Republik Kongo will drei Jahre lang die Arbeit in einer deutschen Kita kennenlernen. Schnell hat sie gemerkt: Nicht nur das Leben – auch die Kinderbetreuung sieht in ihrem Heimatland völlig anders aus.

Aline Bulere ist Erzieherin aus Leidenschaft. In der Demokratischen Republik Kongo leitet sie einen Kindergarten. Nun verbringt sie drei Jahre an einer Saarlouiser Kita, um ihren Horizont zu erweitern.

Aline Bulere ist Erzieherin aus Leidenschaft. In der Demokratischen Republik Kongo leitet sie einen Kindergarten. Nun verbringt sie drei Jahre an einer Saarlouiser Kita, um ihren Horizont zu erweitern.

Foto: Nils Straßel

6000 Kilometer von zu Hause entfernt wagt Aline Bulere ein kulturelles Abenteuer. Die Frau, die in ihrer Heimatstadt Goma in der Demokratischen Republik Kongo einen Kindergarten leitet, arbeitet nun in der Evangelischen Kita in Saarlouis. Drei Jahre lang soll sie hier die Besonderheiten der Kinderbetreuung in Deutschland kennenlernen und nach ihrer Rückkehr einige der gesammelten Ideen in der Kita in Goma anwenden (siehe Info). Gleichzeitig sollen die deutschen Erzieherinnen und Erzieher in Saarlouis von den Impulsen profitieren, die Bulere mitbringt – und die Kinder sollen von ihr Französisch lernen. Laut Mitorganisatorin Barbara Johann vom Evangelischen Kirchenkreis Saar-West ist das Ziel des Austauschs: „Wir lernen von euch, ihr lernt von uns.“