Erinnerungen an das ehemalige Kalkwerk wach halten

Hemmersdorf. Das Heimatmuseum Hemmersdorf eröffnet am Freitag, 23. Oktober, 18 Uhr, eine interessante Bilder- und Dokumentenausstellung zum ehemaligen Kalkwerk. Die Ausstellung ist im neuen Eventraum des Museums zu sehen. Eintritt ist frei. Die Schau ist dann noch am folgenden Samstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr zu sehen

 Historische Fotos zeigen die Arbeit im ehemaligen Kalkwerk in Hemmersdorf. Fotos: SZ

Historische Fotos zeigen die Arbeit im ehemaligen Kalkwerk in Hemmersdorf. Fotos: SZ

Hemmersdorf. Das Heimatmuseum Hemmersdorf eröffnet am Freitag, 23. Oktober, 18 Uhr, eine interessante Bilder- und Dokumentenausstellung zum ehemaligen Kalkwerk. Die Ausstellung ist im neuen Eventraum des Museums zu sehen. Eintritt ist frei. Die Schau ist dann noch am folgenden Samstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr zu sehen. Nach der Inbetriebnahme der Niedtal Eisenbahn 1901 (Dillingen-Bouzonville), wurde eine industrielle Ausbeutung des örtlichen Kalksteinvorkommen durch die Errichtung eines Kalkwerks möglich. Schon früh übernahm die Dillinger Hütte das Werk in Hemmersdorf und baute einen Drei-Feuer-Kalk-Ringofen mit einem Schornstein von 83 Meter Höhe. Bis zur Stilllegung (1967) war das Hemmersdorfer Kalkwerk ein bedeutender Arbeitgeber für die Region, der jahrzehntelang zahlreichen Menschen Arbeit und Brot gab. Im August 1970 sahen die Bürger mit Wehmut der Sprengung ihres Wahrzeichens zu, das sie scherzhaft den "Kommfui" nannten. Wenn auch das Kalkwerk aus dem regionalen Landschaftsbild verschwunden ist, möchte das Heimatmuseum mit einer Ausstellung die Erinnerung an diese Arbeitsplätze wach halten. So gaben bei der ersten Evakuierung im Zweiten Weltkrieg die Stollen vor 65 Jahren erstmals Schutz vor dem anrückenden Feind. Die Ausstellung erinnert auch daran, dass die Steuerabgaben vom Werk dazu beitrugen, dass sich die Gemeinde Hemmersdorf zu einem blühenden Gemeinwesen entwickelte. red

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort