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Städtepartnerschaft: „Weiter an der Freundschaft arbeiten“

Städtepartnerschaft : „Weiter an der Freundschaft arbeiten“

Seit 30 Jahren unterhalten Ensdorf, Wizernes und Hallines eine feste Freundschaft. Nicht selbstverständlich, unterstrichen die Redner am Jubiläumstag.

Gleich drei Hymnen, gespielt vom Musikverein Ensdorf, dazu zahlreiche Flaggen, die die Bühne, aber auch den Saal im Bergmannsheim festlich dekorierten - sie sorgten für das passende Ambiente des offiziellen Teils der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Jumelage zwischen Ensdorf, Wizernes und Hallines. Nach einem Ausflug zum Polygon und einem Chanson Abend galt es am Sonntagvormittag, den Geburtstag der Partnerschaft mit einem kleinen Festakt zu begehen.

Das Jubiläum feierte die Gemeinde Ensdorf gleich mit zwei französischen Partnerstädten. Zahlreiche Gäste aus Hallines und Wizernes in Nordfrankreich gelegen, hatten den Weg auf sich genommen, um zusammen in Ensdorf zu feiern.

Der Dank aller Redner ging zunächst einmal an die Gründungsväter der dreifachen Partnerschaft, die, so waren sich alle am Rednerpult einig, längst zu einer Freundschaft geworden ist. „Die gegenseitigen Besuche sind stets von großem Vertrauen geprägt. Wir leben eine Jumelage, die nicht mehr wegzudenken ist“, erklärte Ensdorfs Bürgermeister Hartwin Faust. Er betonte, wie wichtig es gerade heute sei, diese Freundschaften zu pflegen, garantierten sie doch den Frieden. „Ein Austreten aus Europa wäre ein Rückschritt in das vergangene Jahrundert“, mahnte er.

Sichtlich erfreut, dieses Jubiläum zu feiern, zeigte sich der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Patrick Voigt. „Es gibt nicht wenige Partnerschaften, die über die Jahre längst zerbrochen sind. Der Beweis unserer Freundschaft liegt nicht zuletzt in diesen Feierlichkeiten“, sagte er. Längst nicht nur als „Fest der Unterschriften“, sieht Roland Theis, Staatssekretär und Bevollmächtigter für Europaangelegenheiten das Jubiläum.

Für ihn ist die Arbeit, die in den Partnerschaftsvereinen geleitet wird, überaus wertvoll. „Ich habe mal einen langjährigen Vorsitzenden gefragt, warum er sich diese Arbeit antut. Ich bekam zur Antwort, dass die deutsch-französische Freundschaft viel zu wichtig sei, als dass man sie nur in die Hände der Politik geben sollte“, sagte Theis. Dafür erntete er mächtig Beifall. Dass diese Arbeit aber auch in Zukunft immer wichtig bleiben wird, darüber waren sich die Redner ebenfalls einig.

„Ich habe den Hass in Europa zwischen den Ländern erlebt, man muss immer weiter an der Freundschaft arbeiten“, mahnte Catherine Robinet, französische Generalkonsulin. Ein klarer Appell ging aber auch an den Nachwuchs in den beiden Nachbarländern. „Man muss die Sprache des Nachbarn lernen, grenzüberschreitende Kooperationen müssen weiter vorangetrieben werden“, sagte sie.

Aber, das betonte nicht nur Robinet, es müsse auch die junge Generation für die Arbeit in den Partnerschaftsvereinen gewonnen werden. „Wir müssen hier für die Zukunft Lösungen finden. Und wir laden heute schon zum 35. Jubiläum im Jahr 2022 nach Frankreich ein“, erklärte Alain Lyps, Präsident des Partnerschaftsvereins der beiden französischen Gemeinden.