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Was nach dem Ende des Bergbaus bleibt

Was nach dem Ende des Bergbaus bleibt

Ensdorf. Lebens- und liebenswert soll die Gemeinde bleiben, das wünschte sich Bürgermeister Thomas Hartz am Freitag zum Neujahrsempfang in Ensdorf. Seine Tage als Gemeindeoberhaupt sind gezählt, weil er sich als Landratskandidat nicht gleichzeitig der Bürgermeisterwahl stellen kann. Demnach zog Hartz ein letztes Mal Bilanz und warf einen Blick in die Zukunft

Das Ende des Bergbaus war Thema beim Neujahrsempfang in Ensdorf, der Verein der Musikfreunde spielte dazu das Steigerlied. Foto: hth.

Ensdorf. Lebens- und liebenswert soll die Gemeinde bleiben, das wünschte sich Bürgermeister Thomas Hartz am Freitag zum Neujahrsempfang in Ensdorf. Seine Tage als Gemeindeoberhaupt sind gezählt, weil er sich als Landratskandidat nicht gleichzeitig der Bürgermeisterwahl stellen kann. Demnach zog Hartz ein letztes Mal Bilanz und warf einen Blick in die Zukunft. Großen Raum in seiner Rede nahm der Bergbau ein. "Zum 30. Juni endet eine große und bedeutende Industrieepoche im Saarland", sagte Hartz. Vor allem seine Gemeinde sei vom Bergbau geprägt worden, die Grube sei ein bedeutender Wirtschaftsfaktor gewesen. Nun gelte es, im Ende des Bergbaus auch eine Chance zu sehen. Hartz sprach von den Plänen für das Grubengelände Duhamel, die die Tagesanlage mit innovativen Ideen nutzbar machen soll. Arbeitsplätze könnten entstehen, ebenso eine neue Wertschöpfung. Heute schon stünde fest, dass mit der RAG Deutsche Steinkohle und der RAG Immobilien zusammen 300 Arbeitsplätze dem Standort erhalten bleiben. Hartz Rede wurde an dieser Stelle unterbrochen für an eine Leinwand projizierte Eindrücke der Tagesanlage und der Bergehalde. Dazu spielte der Verein der Musikfreunde Ensdorf das Steigerlied.Rück- und Ausblick gab der Bürgermeister auch beim Thema Krippenplätze und Kinderbetreuung. Mit Beginn des Schuljahres wurden in Ensdorf 20 weitere Plätze im Bereich der Freiwilligen Ganztagsschule geschaffen. Die Planungen im Bereich der Krippenplätze laufen auf Hochtouren, so dass bis 2013 das Ziel von weiteren 40 Plätzen erreicht werden soll. Beim Neujahrsempfang ist es Tradition geworden, Menschen, die sich in besonderer Weise für die Gemeinde engagieren, zu ehren. In diesem Jahr kam diese Auszeichnung Johannes Schmitz zu. Er kam 1962 als Küster, Organist und Chorleiter des Kirchenchors nach Ensdorf, baute einen Kinder- und Jugendchor auf und aus. Zudem engagierte Schmitz sich bei den Ensdorfer Chören Concordia und Heiterkeit.