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Was Kinder über Wirtschaft wissen

Was Kinder über Wirtschaft wissen

Die Schüler hatten Zahlen und Informationen zu namhaften Unternehmen im Kreis parat und so einiges Wissenswertes zu erzählen: Bei der Präsentation staunten selbst Landrat und Bürgermeister nicht schlecht.

"KieWi" ist nicht etwa die falsche Schreibweise für die beliebte neuseeländische Frucht, sondern vielmehr die Abkürzung für das Projekt "Kinder entdecken Wirtschaft", das die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Untere Saar (WFUS) im Jahr 2013 ins Leben gerufen hat. Nach den Grundschulen in Schwalbach, Schmelz und Saarwellingen konnten nun die Kinder der Klassenstufe vier der Grundschule in Ensdorf im Unterricht, aber auch auf einer Exkursion eine Menge über die Wirtschaft im Kreis Saarlouis erfahren.

Die Ergebnisse stellten die knapp 60 Schüler und Schülerinnen am Freitag im Bergmannsheim vor. Und sie beeindruckten damit nicht nur ihre Eltern. Auch Bürgermeister Hartwin Faust und Landrat Patrik Lauer sparten nach der Präsentation, die mit vielen Zahlen und Informationen zu Gewerbegebieten, aber auch namhafter Unternehmen im Kreis daherkam, nicht mit Lob. "Ich finde das ‚E' in KieWi so wichtig, weil es für das Entdecken steht. In der Grundschule wird das Thema Wirtschaft kaum behandelt, daher finde ich das Projekt gerade vor dem Übergang in die weiterführende Schule so passend", sagte Lauer. Auch Schulleiterin Christina Lein erklärte, dass sie die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projektes sehr engagiert erlebt hat. "Vor allem von der Industrie-Reise durch den Kreis, aber auch über die Schleusenfahrt haben die Kinder viel erzählt", sagte sie.

Was die Jungen und Mädchen bei "KieWi" alles gelernt und erlebt haben, präsentierten sie in kleinen Gruppen auf der Bühne. Die Jungen und Mädchen berichteten von der Einführung in das Thema durch WFUS-Mitarbeiter Manfred Krämer und über die Rundfahrt zu den umliegenden Gewerbegebieten, zu der sie sehenswerte Plakate erstellt haben. Angefangen vom Kraftwerk Ensdorf , das von Philipp mit umfangreichem Zahlenmaterial vorgestellt wurde, bis hin zum Bauhaus, dem sich Emily, beide aus der Klasse 4.2, widmete, hatten die Jungen und Mädchen sehr viel Wissenswertes zusammengetragen.

"Das habt ihr so professionell gemacht wie in einer Vorlesung für Betriebswirtschaftslehre", sagte Patrik Lauer nach der Präsentation. Als Anerkennung für die engagierte Teilnahme gab es Blumen für die Klassenlehrerinnen, Urkunden und jeweils 50 Euro für die Klassenkasse. Ebenfalls über eine Urkunde freuen durfte sich Bürgermeister Faust, der, wie Lauer betonte, stolz sein kann auf so viele schlaue Kinder in seiner Gemeinde.