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Trotz dickem Minus: Ensdorf schließt besser ab als befürchtet

Trotz dickem Minus: Ensdorf schließt besser ab als befürchtet

Dank guter Gewerbesteuereinnahmen kommt Ensdorf im Haushalt mit einem blauen Auge davon: 404695 Euro Defizit weist dieser auf - weniger als erwartet. Nur wenige Maßnahmen lässt diese Finanzlage im Jahr 2014 zu.

. "Die Minderung der Schlüsselzuweisungen, die Erhöhung der Kreisumlage, dazu eine nur schwer vorhersehbare Gewerbesteuereinnahme, all das macht es nicht einfach, einen Haushalt für eine Gemeinde aufzustellen", erklärte Ensdorfs Bürgermeister Hartwin Faust am Donnerstag in der Gemeinderatssitzung. Mit einem Defizit von 404 695 Euro schließt die Gemeinde, wie Faust betonte, dennoch deutlich besser ab, als man befürchtet hatte. Das verdanke die Verwaltung den Gewerbesteuereinnahmen von 1,2 Millionen Euro.

Mit dem einstimmig verabschiedeten Investitionsprogramm wurden die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Große Sprünge, betonte Kämmerer Ralf Becker, sind nicht drin, Ensdorf muss auch in diesem Jahr 60 000 Euro zur Haushaltssanierung einsparen. Insgesamt für Investitionen wurden 450 000 Euro eingestellt, der Kreditbedarf beläuft sich auf 166 400 Euro.

Die wichtigsten Maßnahmen in Ensdorf werden der Weiterbau am Kindergarten sowie die Umstellung auf LED-Technik bei der Beleuchtung in Schule und Rathaus sein. Eine Photovoltaikanlage auf dem Schuldach sorgt zukünftig für grünen und zugleich günstigen Strom. "Nicht gebaut wird in diesem Jahr der Kreisverkehrsplatz Ecke Schwalbacher Berg und Provinzialstraße. Hier wird im kommenden Jahr der LfS aktiv, das warten wir ab", sagte Faust. Die eingesparten Gelder, betonte er, werden bei der Kommunalaufsicht für 2015 gutgeschrieben.

Getragen wurden Haushaltssatzung und Investitionsprogramm von allen Fraktionen im Gemeinderat. Es sei der erste Haushalt der Legislaturperiode dem man zustimme, betonte Thorsten Comtesse, Die Grünen. Er wünscht sich eine klare Stellungnahme in Bezug auf den geplanten Kreisel sowie das Freibad. Letzteres erhält auf Wunsch der CDU-Fraktion eine Beschattung im Bereich des Planschbeckens.