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Sturzregen hielt Hilfskräfte in Atem

Sturzregen hielt Hilfskräfte in Atem

Kreis Saarlouis. Nur von kurzer Dauer war die Freude über die warmen Sonnenstrahlen am Sonntag. Starke Regenfälle haben am Nachmittag den Einsatz von Feuerwehr und Polizei gefordert. "Insgesamt 700 Notrufe" hat die Polizeibezirksinspektion Saarlouis zwischen 16 und 19 Uhr entgegengenommen. Polizeihauptkommissar Karl-Heinz Feld verzeichnet aber "nichts Außergewöhnliches"

Kreis Saarlouis. Nur von kurzer Dauer war die Freude über die warmen Sonnenstrahlen am Sonntag. Starke Regenfälle haben am Nachmittag den Einsatz von Feuerwehr und Polizei gefordert. "Insgesamt 700 Notrufe" hat die Polizeibezirksinspektion Saarlouis zwischen 16 und 19 Uhr entgegengenommen. Polizeihauptkommissar Karl-Heinz Feld verzeichnet aber "nichts Außergewöhnliches". Einige ausgehobene Kanaldeckel, umgestürzte kleine Bäume, Äste auf der Fahrbahn, ein paar leicht überschwemmte Keller sowie mehrere Fehlalarme: Das Gewitter hatte die Alarmanlagen von vier Geschäften ausgelöst. "Fast ausschließlich geringfügige Sachen", fasst Feld zusammen.

Nur einen Anruf, wegen eines vollgelaufenen Kellers, verzeichnet die Polizei Dillingen, auch in Bous gab es laut dem stellvertretenden Inspektionsleiter Peter Groß "nichts Dramatisches". Aber auch hier habe es "bestimmt vier, fünf" Fehlalarme gegeben. Dass die Hochwaldstraße in Schmelz überschwemmt war, meldete die Polizei Lebach. Das angestaute Wasser hatte dort zeitweise den Verkehr behindert.

150 Mal ist die Feuerwehr im Kreis Saarlouis am Sonntag ausgerückt. Wegen "Kleinigkeiten" war sie von 16 bis etwa 23 Uhr im Einsatz, wie Markus Klein von der Feuerwache Saarlouis mitteilt. Meist, um Keller leer zu pumpen, "hauptsächlich in Wadgassen, Bous und Schwalbach".

In Hülzweiler beklagen sich die Anwohner des Kindergartenweges, der Betriebshof habe zu spät auf das Unwetter reagiert. Erst vor zwei Jahren waren dort durch starken Regen Schäden entstanden. Der Bachlauf ist an dieser Stelle kanalisiert, die Verrohrung durch ein Gitter gesichert. Sammelt sich dort, etwa bei einem Gewitter, zu viel Gehölz, besteht die Gefahr, dass der Marktplatz überschwemmt wird. "Das war nicht der Fall", so Bügermeister Eberhard Blaß. Er selbst habe sich zu diesem kritischen Punkt begeben. "Um 17.15 Uhr waren zwei Personen vom Betriebshof vor Ort", sagt Blaß, der betont: "Es hat nicht nur in Hülzweiler geregnet."

"In Ensdorf gibt es einen neuen See", stellte SZ-Leser Markus Eckardt fest, als er nach dem Unwetter den Park besuchte. Sein Foto zeigt, wie der Weiherbach sich ausgebreitet und die Wiese überschwemmt hat. Auch der Lochbach am Campingplatz war zum reißenden Bach geworden.

 Der Lochbach auf dem Gelände des Campingplatzes in Ensdorf: ohne Wasser am 24. Juli 2006 nach langer Trockenperiode und als reißender Bach nach den wolkenbruchartigen Regenfällen am vergangenen Sonntag. Foto: Leser-Reporter Peter Lay
Der Lochbach auf dem Gelände des Campingplatzes in Ensdorf: ohne Wasser am 24. Juli 2006 nach langer Trockenperiode und als reißender Bach nach den wolkenbruchartigen Regenfällen am vergangenen Sonntag. Foto: Leser-Reporter Peter Lay
 Feuerwehreinsatz am Sonntagnachmittag nach dem Wolkenbruch in Bous. Foto: Rolf Ruppenthal
Feuerwehreinsatz am Sonntagnachmittag nach dem Wolkenbruch in Bous. Foto: Rolf Ruppenthal
 Nach dem starken Regen vom Sonntag steht das Wasser im Park: Ensdorf hat einen neuen See. Foto: Leser-Reporter Markus Eckardt
Nach dem starken Regen vom Sonntag steht das Wasser im Park: Ensdorf hat einen neuen See. Foto: Leser-Reporter Markus Eckardt
 Feuerwehreinsatz am Sonntagnachmittag nach dem Wolkenbruch in Bous. Foto: Rolf Ruppenthal
Feuerwehreinsatz am Sonntagnachmittag nach dem Wolkenbruch in Bous. Foto: Rolf Ruppenthal
 Der Lochbach auf dem Gelände des Campingplatzes in Ensdorf nach dem Wolkenbruch. Foto: Leser-Reporter Peter Lay
Der Lochbach auf dem Gelände des Campingplatzes in Ensdorf nach dem Wolkenbruch. Foto: Leser-Reporter Peter Lay