Stahlwerk bekommt neue StraßeGemeinderats-Resolution begrüßt Hilfsabsichten des Landes

Bous. Eine Umgehungsstraße für Bous ist seit längerem kein Thema mehr. Vielmehr geht es nun um eine neue Anbindung des Stahlwerkes aus Richtung Norden.Für die hat der Bouser Gemeinderat am Donnerstag bei zwei Nein-Stimmen den Bebauungsplan mehrheitlich beschlossen

Bous. Eine Umgehungsstraße für Bous ist seit längerem kein Thema mehr. Vielmehr geht es nun um eine neue Anbindung des Stahlwerkes aus Richtung Norden.Für die hat der Bouser Gemeinderat am Donnerstag bei zwei Nein-Stimmen den Bebauungsplan mehrheitlich beschlossen. Dem Beschluss ging eine Bürgerbeteiligung voraus, die Unterrichtung von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange sowie Nachbargemeinden, ebenso eine vierwöchige öffentliche Auslegung der Planung Mitte dieses Jahres.

Hintergrund der Trasse ist die Ausweitung der Stahlwerk-Kapazität. Das wiederum machten die zuständigen Ministerien abhängig von einer optimierten Zufahrt. Bislang erfolgt die zwischen Bous und Saar über eine Anbindung an die Saarstraße. Künftig führt sie vom Kreisel zwischen Ensdorf und Bous über den Bahndamm an der Pulvermühle und weiter zur nördlichen Grenze des Bouser Stahlwerkes. Mit der neuen Anbindung des Stahlwerkes soll die Kapazitätserweiterung möglich werden, ohne die an- und abfahrenden Lkw durch Wohngebiete zu führen. Rund fünf Millionen Euro sind für die etwa 800 Meter lange Straße veranschlagt. Dickster Brocken ist eine neue Brücke über die Bahnstrecke Saarbrücken-Trier für etwa drei Millionen Euro. Die Kosten der Anbindung tragen überwiegend das Innen- und Wirtschaftsministerium unter Beteiligung des Stahlwerkes. Bous. Ein "Hilfeschrei der Kommunen" sei diese Resolution, sagte CDU-Fraktionschef Walter Rupp. Denn bei vielen Dingen frage man sich, "wie das überhaupt noch funktioniert". Hintergrund ist die dürftige Finanzlage vieler Gemeinden. Sie veranlasste den Bouser Rat in seiner Sitzung am Donnerstag, einstimmig eine Resolution zum kommunalen Entlastungsfonds zu verabschieden. Darin begrüßt der Gemeinderat "die Bereitschaft des Landes, einen Fonds zur Entlastung der finanziell besonders notleidenden Gemeinden im Saarland aufzulegen". Die vorgesehene Sanierungshilfe für saarländische Kommunen müsse "fair und ohne überhöhte Auflagen verteilt werden".

Um rund 120 Millionen Euro geht es, verteilt auf sieben Jahre. Damit werden überschuldete saarländische Kommunen bei Zinsen und Tilgung entlastet. Auch Bous sei eine der Gemeinden mit einem Haushaltssanierungskonzept, merkte Bürgermeister Stefan Louis an. Wann der Entlastungsfonds für Bous wirksam werde und mit wie viel Geld, sei derzeit nicht bekannt. az

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