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Sie pflegen Ensdorfs Erholungsparadies

Guido Müller (rechts) und Franz Wilke sorgen dafür, dass das Gelände auf dem Hasenberg immer gepflegt ist. Foto: Carolin Merkel
Guido Müller (rechts) und Franz Wilke sorgen dafür, dass das Gelände auf dem Hasenberg immer gepflegt ist. Foto: Carolin Merkel FOTO: Carolin Merkel
Ensdorf. Waren es anfangs rund 20 engagierte Helfer, so wurden es über die Jahre immer weniger: Nun kümmern sich als harter und engagierter Kern Franz Wilke und Guido Müller mit Anderen vorbildlich um den Hasenberg-Park. Carolin Merkel

Gemütlich sitzen Guido Müller und Franz Wilke aus Ensdorf zusammen auf der Bank und genehmigen sich ein Bierchen. Schließlich liegen drei Stunden Gartenarbeit hinter ihnen, sie haben sich die Auszeit verdient. Dabei ist es nicht einmal ihr eigener Garten, sondern die Parkanlage Hasenberg, die sie zusammen mit Dorothee Trenz und Gerhard Engeldinger jede Woche in Schuss halten.



Achtenswerter Einsatz

Angefangen von den Blumenbeeten über das Mähen der Rasenflächen bis hin zum alten Baumbestand gibt es für die ehrenamtlichen Helfer über das Jahr allerhand zu tun. Fachkundige Unterstützung erhalten die vier von Gärtner Martin Reinhard, der vom Bistum eingestellt wurde, um die etwa elf Hektar große Anlage in Ordnung zu halten. Er ist mittlerweile seit 25 Jahren hauptamtlich verantwortlich für die Pflege, vor rund 20 Jahren kam Müller als Ehrenamtler dazu.

"Ich hatte vorher schon sporadisch geholfen. Da wir ganz in der Nähe gebaut haben, sind meine Kinder und Enkel auf dem Hasenberg groß geworden", erzählt er. Schließlich begann er damit, sich einmal wöchentlich mit dem Helferteam zu treffen. "Damals waren das so 15 bis 20 Leute, da war die Arbeit schnell gemacht", erinnert er sich. Doch mit der Zeit wurden die Freiwilligen immer weniger. Franz Wilke wurde von Müller angesprochen und ist seit zwölf Jahren dabei. "Und es macht mir wirklich Spaß, wir haben immer viel zu lachen", sagt er. Wilke ist vor allem für das Mähen zuständig, schafft bei einem dreistündigen Einsatz drei große Wiesen.

Noch vor einem Jahr, erinnert sich Müller, waren es genau doppelt so viele Helfer, die sich jede Woche trafen. Doch Krankheit und Tod haben die Mannschaft halbiert. Immer wieder, sagt er, habe er die Ensdorfer Bürger, vor allem rüstige Rentner , angesprochen, aber selbst das persönliche Gespräch bringe kaum Erfolg. Immer wieder hört er auch das Argument, die Kirche habe ja Geld . "Doch ich selbst sitze seit vielen Jahren im Verwaltungsrat der Kirchengemeinde, da ist kein Geld , um die Helfer zu bezahlen".



Ein kleiner Lichtblick, sagt Müller, sei der neu gegründete Förderverein "Freunde des Hasenberg". "Doch was nutzen uns ein paar Euro auf dem Konto, wenn wir keine Leute haben, die sich um das Gelände kümmern", erklärt er.

Engagierte Mitstreiter gesucht

Das Team trifft sich meist dienstags, wenn es regnet auch am Mittwoch von 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr, um gemeinsam die Arbeiten in enger Abstimmung mit dem Gärtner zu verrichten. "Vielleicht findet sich ja jemand, gerne auch aus Schwalbach oder Bous, der uns unterstützen möchte", sagt Müller. Der Hasenberg, eine grüne Oase der Erholung zwischen Ensdorf und Schwalbach mit einer 60-jährigen Geschichte, vor allem beliebt, um Fotos zu machen, aber auch zum Feiern, hätte es mehr als verdient.

Wer helfen möchte, kann sich bei Pfarrsekretärin Alexandra Schmitt, Provinzialstraße 117, 66806 Ensdorf , Telefonnummer (0 68 31) 5 22 64, informieren. Die Arbeitseinsätze finden das ganze Jahr über statt.