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Schützentag: Schützenkreis Saarlouis-Merzig feiert Schützentag

Schützentag : Schützenkreis Saarlouis-Merzig feiert Schützentag

Laut wurde es am Sonntagmittag auf dem alten Sportplatz von Ensdorf. Dort schossen Dutzende von Schützen ihre krachenden Böller ab. Verstärkung gab es durch Kanonen, darunter der Nachbau einer Waffe aus dem 14. Jahrhundert. Mit viel Pulverdampf fanden sechs Durchgänge statt. Dies war zu Ehren der Schützenvereine, die sich am Umzug des Kreisschützentages 2017 beteiligt hatten. Dazu waren um die 20 Vereine mit etwa 350 Teilnehmern nahezu pünktlich um 11.30 Uhr am Pfarrgarten nahe der Ensdorfer Kirche aufgebrochen.

Für Musik sorgten die Spielgemeinschaft „Lyra“ Picard-Lisdorf und der Fanfarenzug Ensdorf. Der Tross zog auf einer Fahrspur der Provinzialstraße zum Ensdorfer Rathaus, parallel den Weiherbach entlang und weiter zum alten Sportplatz. Letztendliches Ziel war das Schützenhaus von St. Hubertus 1927 gegenüber dem Campingplatz.

Der Kreisschützentag 2017 war eine Premiere. Denn erstmals nahmen daran die zum Schützenkreis Saarlouis-Merzig zusammengelegten Vereine beider Landkreise teil. Das sind insgesamt 40 Vereine mit 4200 Mitgliedern. Den bis dahin letzten eigenständigen Kreisschützentag Saarlouis hatte es 2015 mit dem 54. Kreisschützenfest gegeben. Damals zogen 26 Vereine vom Stadtgarten ins Zelt auf dem Großen Markt. Festzug und anschließende Inthronisation des Kreiskönigshauses fanden im Rahmen des Oktoberfestes statt mit entsprechend vielen Zuschauern. Jetzt, zwei Jahre später, erfolgte die Fortsetzung als gemeinsamer Schützenkreis Saarlouis-Merzig. Organisiert vom Schützenverein St. Hubertus 1927 Ensdorf im Rahmen seiner 90-Jahr-Feier.

Auf dem Sportplatz werden die Kanonen geladen für die nächsten Salutschüsse zur Feier des 1. Kreisschützentages des Schützenkreises Saarlouis-Merzig. Foto: Johannes A. Bodwing

Trotz fantastischem Sommerwetter standen nur wenige Zuschauer an der rund 2,5 Kilometer langen Strecke. Der aktuell 190 Mitglieder starke Verein St. Hubertus Ensdorf hatte zum siebten Mal seit 1957 ein Kreisschützenfest ausgerichtet. Mit dieser Erfahrung ging die Organisation ohne Pannen über die Bühne. „Vom gesamten Konzept her waren wir zufrieden“, sagte Kreisschützenmeister Walter Vollmann beim Gespräch im Festzelt. Wie es damit weitergehe, hänge ab von Vereinen, die eine solche Veranstaltung bewältigen können. Es könne so weiterlaufen, der Vorstand sei aber auch so flexibel, dass er bei Bedarf etwas anderes beschließe. Neben Ehrungen verdienter langjähriger Vereinsmitglieder wurde am Sonntagnachmittag auch das neue Kreiskönigshaus in seine Amtszeit eingeführt.