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Saarpolygon leuchtet am 10. Dezember, Tag der Menschenrechte, orange

Ensdorf : Saarpolygon leuchtet am Tag der Menschenrechte

Förderverein BergbauErbeSaar beteiligt sich an der Kampagne „Orange The World“am 10. Dezember, ebenso das BBZ Lebach.

(red) Hell leuchtend in der Signalfarbe Orange – so wird das Saarpolygon auf der Ensdorfer Bergehalde Duhamel am Donnerstag, 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte hoch über dem Saartal erstrahlen. Auf eine Anfrage des Zonta Club Saarlouis hin, hat der Vorstand des Fördervereins BergbauErbeSaar einmütig beschlossen, sich an der Kampagne „Orange The World“ mit der Illumination des Saarpolygons am Internationalen Tag der Menschenrechte zu beteiligen.

„Damit möchte der Vereinsvorstand Farbe bekennen und ein weithin sichtbares Zeichen speziell gegen Gewalt an Frauen und für eine hellere und bessere Zukunft setzen“, erläutert der Vorsitzende Hans-Jürgen Becker. „Die Missachtung von Menschenrechten ist weltweit in allen Lebensbereichen gegenwärtig. Auch in Teilen des internationalen Bergbaus sind Menschenrechtsverletzungen sozialer, ökologischer und ökonomischer Art an der Tagesordnung“, erzählt Becker.

Die Vereinten Nationen weisen anlässlich dieses Tages immer wieder darauf hin, dass jeder Tag ein Tag der Menschenrechte zu sein hat. Das Saarpolygon, das zu einem Wahrzeichen des Saarlandes geworden ist, will diese Botschaft mit seiner Strahlkraft an die Menschen verkünden.

 Ganz in Orange präsentiert sich aktuell auch das BBZ Lebach als Zeichen gegen Gewalt an Frauen.
Ganz in Orange präsentiert sich aktuell auch das BBZ Lebach als Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Foto: Martina Kirsch

Auch am Berufsbildungszentrum Lebach setzen die Schülerinnen und Schüler ein Leuchtzeichen gegen Gewalt. Das Schulgebäude in der Friedenstraße leuchtet noch bis zum 10. Dezember ganz in Orange. Die AG „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ hat sich an der Aktion „Orange the world“ beteiligt und sich intensiv mit dem Thema „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ auseinandergesetzt.

Dabei gehe es nicht immer um direkte körperliche Gewalt, erzählen zwei Mädchen. Sie berichten von ihren Erfahrungen - dass sie sich unwohl fühlen, wenn sie anzüglichen Bemerkungen ausgesetzt sind, gezielt beobachtet oder gar verfolgt werden.

Mit Flyern, Bannern und Roll-Ups klären die Schüler in ihrer Schule unter anderem über Hilfsangebote und das Codewort „Maske 19“ auf, das gerade Mädchen und Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, den Notruf erleichtert.

Bürgermeister Klauspeter Brill ist Pate der „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ und besuchte vor kurzem das BBZ in den Abendstunden. „Dass Schüler ein solches Thema angehen und zur Enttabuisierung beitragen, ist bemerkenswert. Jeder, der hier vorbeikommt, wird wahrnehmen, dass das BBZ Farbe bekennt“, sagte Brill.

Michelle Breuer, Nils Godel, Lerim Kastrati, Lea Puntorieri und Marie Thewes stellten dem Lebacher Bürgermeister ihr Projekt stellvertretend für die AG vor. Schulleiter Norbert Bös, die Leiterin der AG Christina Boscheinen und Zonta-Präsidentin Susanne Heß zeigten sich stolz auf die Leistung der Schüler.

Das BBZ ist das einzige Gebäude in Lebach, das in Orange erstrahlt. Weitere Gebäude im Landkreis Saarlouis sind das Landratsamt, das Theater am Ring und der Lokschuppen in Dillingen.