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Reifen und Kanister statt Hecht und Karpfen

Reifen und Kanister statt Hecht und Karpfen

Dass Umweltschutz auch bei den Anglern Ehrensache ist, wurde am Samstag wieder unter Beweis gestellt. Zum Großreinemachen hatten sich etliche Petrijünger getroffen, um die Saarufer zu säubern.

Angler sind auch Umweltschützer. Seit Jahren engagieren sich die saarländischen Petrijünger im Gewässer- und im Artenschutz. Der alljährliche Reinigungseinsatz des saarländischen Fischereiverbandes - sein Sitz ist übrigens in Dillingen - hat Tradition. Mit "im Boot" sind stets auch die Kommunen, die Fahrzeuge und Mitarbeiter für den Abtransport des eingesammelten Mülls stellen.

Bewusst hatten sich die Angler für diesen Reinigungseinsatz der Saarufer den Herbst ausgewählt. Beim Frühjahrsputz im Rahmen der Picobello-Aktion ist der saarländische Fischereiverband nicht mit von der Partie, um die zu diesem Zeitpunkt neu auflebende heimische Fauna und Flora nicht zu beeinträchtigen. Insbesondere die heimische Vogelwelt könnte empfindlich gestört werden.

Auch am Samstag waren wieder viele Petrijünger beim traditionellen Herbstputz entlang der Saar im Einsatz. Und ganze Lkw-Ladungen Unrat und Müll wurden dabei eingesammelt. Das Spektrum reichte dabei von Getränkedosen und Kunststoffflaschen über ganze Müllsäcke bis hin zu Möbeln, Altreifen und sogar Ölkanistern und Elektroschrott.

Das größte Kontingent an Helfern hatten die vereinigten Angelfreunde Saarlouis-Ensdorf gestellt. Sie konnten fast hundert Akteure mobilisieren, aber auch auf den Teilabschnitten von Saarbrücken bis Völklingen, von Völklingen bis Ensdorf sowie an der Unteren Saar bei Merzig waren zahlreiche Helfer im Einsatz.