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Pappeln müssen nach 60 Jahren weichen

Pappeln müssen nach 60 Jahren weichen

Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, mussten im Ensdorfer Park fünf Pappeln gefällt werden – unter Einsatz eines Krans. Außerdem wurden an der einsturzgefährdeten Hangmauer mehrere Fichten gefällt.

Der Einsatz eines großen Krans war in dieser Woche im Ensdorfer Park erforderlich. Fünf große, etwa 60 Jahre alte Pappeln , die letzten ihrer Art im Park, mussten gefällt werden. Bei der Baumkontrolle war, wie Bürgermeister Hartwin Faust erklärt, bereits im vergangenen Jahr festgestellt worden, dass die mächtigen Bäume nicht mehr verkehrssicher sind.

"Wir haben den Bereich rund um die Konzertmuschel sofort abgesperrt. Jetzt, da wir im neuen Haushaltsjahr sind, konnten wir diese Maßnahme in Angriff nehmen", sagt er.

12 000 Euro Kosten

Nachdem es erst zu nass und dann zu stürmisch war, konnten jetzt die Arbeiten, die aufgrund ihres Aufwandes mit einem Kran rund 12 000 Euro kosten, durchgeführt werden. Pappeln , erklärt Adrienne Blaes vom Fachbereich II der Ensdorfer Gemeindeverwaltung, sind berüchtigt dafür, äußerlich gesund aussehende Äste plötzlich abzuwerfen. "Auch hinzugezogene Gutachter wollten keine Garantie für die Bäume geben. Pappeln werden wegen ihrer Bruchgefahr schon seit Jahren nicht mehr im innerörtlichen Bereich eingesetzt", sagt Adrienne Blaes.

Einen großen Gewinn bringt das Entfernen der Bäume für das hinter der Konzertmuschel gelegene Biotop. Der kleine Teich, erklärt die Fachbereichsleiterin, war bisher von den standortfremden Pappeln sehr verschattet worden und kann sich nun weiter entwickeln.

Aufforstung zugesagt

"Wir werden an anderer Stelle wieder aufforsten, so dass am Ende wieder genauso viele Bäume in Ensdorf stehen wie bisher", versprach Bürgermeister Faust gestern.

Außerdem wurden an der akut vom Einsturz gefährdeten Hangmauer Fichten gefällt, um den Hang mit einer Erdanschüttung sichern zu können.