Neujahrsempfang in Ensdorf mit Bürgermeister Hartwin Faust

Neujahrsempfang : Willkommen und Abschied in Ensdorf

Bürgermeister Hartwin Faust lud zu seinem letzten Neujahrsempfang.

Willkommen und Abschied lagen am Freitagabend im Bergmannsheim eng beieinander. Zum Neujahrsempfang der Gemeinde Ensdorf begrüßte dort Bürgermeister Hartwin Faust etliche hundert Gäste. Gleichzeitig war es sein letzter Empfang zum Jahresbeginn. Im Oktober geht Faust nach sieben Amtsjahren in den Ruhestand. Dann folgt in der Spitze der Ensdorfer Verwaltung eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger.

Vor der hellen Bühne standen fünf Stuhlreihen mit rund 30 Plätzen. Im Saal verteilt waren große, runde Stehtische, überwiegend weiß gedeckt und mit Blätterteigstangen in geflochtenen Körben. Bereits eine halbe Stunde vor Beginn standen Einwohner der Gemeinde in einer langen Reihe vom Eingang bis in den Saal. Dort begrüßte Hartwin Faust zusammen mit seiner Ehefrau die Gäste mit Handschlag oder freundschaftlicher Umarmung. Darunter auch Vertreter von Hilfsdiensten, Kirche, Wirtschaft, Politik und Vereinen sowie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Sekt stand bereit, Säfte, Bier und Cola. Das Ensdorfer Gitarren-Duo Thomas und Lucas Reichmann eröffnete den Abend. Dann begrüßte Faust gleich zu Beginn seiner Rede auch „die jungen Menschen, die in 2019 erstmals an der Kommunalwahl teilnehmen und ihr Votum abgeben dürfen“. Die Politik in Ensdorf sei von allen Verantwortlichen am Wohle der Bürgerinnen und Bürger ausgerichtete worden. „So dass eigentlich kein Platz für eine Protestwahl und auch kein Platz für eine Protestpartei gegeben ist.“

Als recht unspektakulär bezeichnete Faust das zurückliegende Jahr. Jedoch sah Faust die Streitigkeiten innerhalb der christlichen Parteien auf Bundesebene und das Verhalten im Fall des Verfassungsschutzchefs Hans-Georg Maaßen als Zeichen dafür, „dass die Verantwortlichen in Berlin weit weg sind von der Denke der Bürgerinnen und Bürger“. Die Rolle dreier saarländischer Politiker auf Bundesebene wertete er als erfreulich. „Offensichtlich hat das Saarland nun Berlin erobert.“

Trotz bescheidener Mittel und zugebilligtem Kreditrahmen seien in Ensdorf 2018 eine Reihe wichtiger Investitionen erfolgt. Dies reiche unter anderen vom Gehwegausbau am Schwalbacher Berg über barrierefreie Bushaltestellen und Spielgeräte für die Grundschule bis zum neuen Feuerwehrfahrzeug. Aber es deuteten sich auch Probleme an. Dazu gehören die Substanz des Freibades und der marode Plattenbau im Schulkomplex.

Vor dem nahenden Ende seiner Amtszeit zog Hartwin Faust ein kurzes Resümee. Zu Beginn seiner Amtszeit hätten schwierige Verhandlungen zum Ankauf des Schwesternhauses angestanden. Im Anschluss „konnten wir eine Kinderkrippe für 40 Kinder unter drei Jahren bauen“. Die marode Tribüne im Glück-Auf-Stadion wurde erneuert, die Freiwillige Ganztagsschule erfreue sich großer Beliebtheit und hinter dem Campingplatz sei ein Hochwasserschutzdamm entstanden. Innerhalb 15 Monaten wurde der Verkehrskreisel mit Umfeld in der Ortsmitte realisiert. Außerdem sei das Bergmannsheim saniert worden. Was die Gemeinde in den nächsten Monaten beschäftigen werde, betreffe unter anderen die Entwicklung des Kraftwerkstandortes sowie der Tagesanlage Duhamel. Für das, was umgesetzt werden konnte, dankte Hartwin Faust dem Rat, der hinter seinem „Bürgermeister steht und ihn in seinen Aktivitäten unterstützt“.

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