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Lochbach wird auf 250 Metern Länge offen gelegt

Lochbach wird auf 250 Metern Länge offen gelegt

Die geförderte Maßnahme ist Bestandteil des gemeinsamen Hochwasserschutzkonzepts von Schwalbach und Ensdorf: Die Offenlegung soll in mehreren aufeinander abgestimmten Bauabschnitten vollzogen werden.

Der Lochbach gehört zu den Gewässern des Saarlandes mit einem gewissen Hochwasserrisiko. In Hülzweiler soll nun die komplette Verrohrung des Lochbachs auf einer Länge von 250 Metern offengelegt werden. Für den ersten Bauabschnitt zwischen Tempelstraße 10 und Talstraße mit einer Länge von etwa 85 Metern überreichte Umweltstaatssekretär Roland Krämer einen Zuwendungsbescheid von rund 650 000 Euro an den Bürgermeister der Gemeinde Schwalbach, Hans-Joachim Neumeyer .

"Wir fördern hier eine Baumaßnahme, die ein Bestandteil des gemeinsamen Hochwasserschutzkonzeptes der Gemeinden Schwalbach und Ensdorf ist. Seit 2010 begleitet und fördert das Umweltministerium Maßnahmen im Rahmen dieses Konzeptes, um zukünftig Überflutungen zu vermeiden und den Schutz der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten", sagte Staatssekretär Krämer.

Das gemeinsame Hochwasserschutzkonzept ist infolge der Starkregenereignisse in den Jahren 2006 bis 2008 in Auftrag gegeben worden. 2008 stand in Hülzweiler nach einem Unwetter der Ortskern unter Wasser. Die Überflutungen richteten massive Schäden an, so musste zum Beispiel das Gebäude des Kindergartens 2013 abgerissen werden.

In der Ortsmitte von Hülzweiler wurde der Lochbach vor 1965 verrohrt und in den 1980er Jahren teilweise verlegt. Der Durchmesser der verwendeten Rohre war allerdings zu gering, so dass das Regenwasser nicht gleichmäßig abfließen konnte. Der Rückstau führte zu Überschwemmungen in einigen Teilen der Ortschaft. Die Offenlegung der Verrohrung soll nun in mehreren aufeinander abgestimmten Bauabschnitten vollzogen werden.

Die finanzielle Unterstützung für diese Maßnahme stammt aus Landesmitteln des Grundwasserentnahmeentgeltes. Seit dem Jahr 2010 fördert das Umweltministerium Maßnahmen des Gesamtkonzeptes mit einer Quote von 70 Prozent, teilweise aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) - davon 60 Prozent Bund, 40 Prozent Land).

Insgesamt wurden Maßnahmen des gemeinsamen Hochwasserschutzkonzeptes mit mehr als 1,4 Millionen Euro gefördert.