Kraftwerk-Gespräch am Tegernsee

Kraftwerk-Gespräch am Tegernsee

Ensdorf/Tegernsee. Die Zukunft des Kraftwerk-Standortes Ensdorf stand im Mittelpunkt eines intensiven Meinungsaustausches am Tegernsee. Am Rande einer Landrätetagung führten diesen auf Anregung der Landrätin Monika Bachmann (Foto: see) die saarländischen Kreisverwaltungschefs, die im VSE-Aufsichtsrat vertreten sind, mit dem Vorstandsvorsitzenden der RWE Jürgen Großmann

Ensdorf/Tegernsee. Die Zukunft des Kraftwerk-Standortes Ensdorf stand im Mittelpunkt eines intensiven Meinungsaustausches am Tegernsee. Am Rande einer Landrätetagung führten diesen auf Anregung der Landrätin Monika Bachmann (Foto: see) die saarländischen Kreisverwaltungschefs, die im VSE-Aufsichtsrat vertreten sind, mit dem Vorstandsvorsitzenden der RWE Jürgen Großmann.

Großmann referierte auf der Tagung der saarländischen, rheinland-pfälzischen und bayerischen Landräte über die künftige Energiepolitik in Deutschland. Für den Energiestandort Saarland und den Wirtschaftsstandort Saarlouis sei die Zukunft der Kraftwerksblöcke in Ensdorf von größter Bedeutung, unterstrich Bachmann, und appellierte in Übereinstimmung mit ihren Kollegen an RWE, die laufenden Verträge einzuhalten. Der Energiekonzern solle gemeinsam mit VSE und der saarländischen Politik an zukunftsfähigen Lösungen zu arbeiten.

Nicht zuletzt mit Blick auf den Erhalt der Arbeitsplätze und der Arbeitsplatzsicherheit für die Beschäftigten und ihre Familien, aber auch als Beitrag zur Energiesicherheit im Energiemix sei es wichtig, für den Kraftwerk-Standort in Ensdorf zu kämpfen. Daher habe sie auch dafür gesorgt, dieses Thema zu einem zentralen Diskussionspunkt im VSE-Aufsichtsrat zu machen.

Bachmann: "Das Gespräch mit Großmann war geprägt von der Bereitschaft, ungeachtet der negativen Entscheidung des Kraftwerksneubaus vor einigen Jahren, nach gemeinsamen Lösungen zu suchen. Ich bin überzeugt, dass dem RWE-Vorstandsvorsitzenden die Situation bewusst ist und er bemüht sein wird, saarländische Interessen zu berücksichtigen." Das Gespräch sei inhaltlich offen und konstruktiv gewesen, darauf ließe sich aufbauen.

Die Landräte erwarteten von VSE, RWE und Politik, dass die Diskussion zielorientiert weiter geführt werde. "Bei allem Verständnis für den Ausbau regenerativer Energien", sagt Bachmann, "ist auch klar, dass es ohne die fossilen Energien wie Kohle auf absehbare Zeit nicht gehen wird." Hier müsse das Saarland seine Rolle als Energiestandort sichern. pum

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