Kein Funkmast auf der Halde

In der letzten Gemeinderatssitzung in der abgelaufenen Wahlperiode gab es einige strittige Themen zu klären. Am Ende der Sitzung hatte man jedoch alle 13 Tagesordnungspunkte abgearbeitet.

In der 27. und letzten Gemeinderatssitzung in der abgelaufenen Wahlperiode hatten die Ensdorfer Ratsmitglieder noch einmal eine sehr umfangreiche Tagesordnung mit 13 Punkten im öffentlichen Teil abzuarbeiten. Zunächst dankte Bürgermeister Hartwin Faust den scheidenden Mitgliedern im Rat, allen voran Irmi Schütz, CDU , die nach 25 Jahren, und Karl-Heinz Burger, SPD , der nach 40 Jahren aktiver Arbeit im Rat verabschiedet wurden.

Sie erlebten mit ihren Ratskollegen eine weitere Sitzung, in der durchaus kontrovers diskutiert, am Ende jedoch meist einstimmig beschlossen wurde. Wie bei den Aufhebungen der Bebauungspläne "Ober dem Mühlenweg und Hohweiher" sowie der "Südterrasse I".

Auch der Ausbau einer Telekommunikationsstraße durch die Firma Inexio wurde einstimmig vom Rat verabschiedet, profitiere doch auch das Rathaus, wie Faust erläuterte, vom Glasfasernetz.

Mit einer einstimmig verabschiedeten Veränderungssperre verhindern die Gemeinderatsmitglieder unter anderem die Errichtung eines Richtfunkmastes auf der Bergehalde. Zudem sichert diese Sperre, "dass dort nichts entwickelt wird, was wir nicht wollen", betonte Faust. "Wenn wir hier zustimmen, laufen wir die Gefahr des Wildwuchses", warnte Bauamtsleiter Roman Maas.

Sehr kontrovers diskutiert wurde das Vorhaben der Erschließung von Ensdorf Süd II als Neubaugebiet. Hier liegt eine Bewerbung des Investors Fundus GmbH vor. Während Karl-Heinz Burger sich darum sorgt, dass der Grundstücksankauf eine langwierige Sache werden könnte, will Hermann-Josef Flesch, CDU , der Firma die Chance geben, das Baugebiet zu entwickeln.

Ein Antrag der SPD , eine Frist in den städtebaulichen Vertrag aufzunehmen, wurde mehrheitlich abgelehnt, die Verwaltung beauftragt, mit dem Investor Verhandlungen aufzunehmen.

Mit zwei Gegenstimmen der Fraktion Die Grünen wurde der Neuanlange einer Kfz-Ausstellung in der Provinzialstraße 263 das Einvernehmen erteilt. Einstimmigkeit herrschte schließlich bei der Besoldung des Bürgermeisters, der mittlerweile schon fast zwei Jahre im Amt ist. "Gutes Geld für gute Arbeit", erklärte Heinrich Becker, FWG, und dankte dem Verwaltungschef Faust, wie seine Kollegen aus allen Fraktionen, für die konstruktive Zusammenarbeit im Ensdorfer Rat.

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