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Bürgermeisterwahl in Ensdorf
Den Ort für Jüngere und Ältere weiter entwickeln

 Jörg Wilhelmy im Endorfer Freibad, das ihm mit den umliegenden Sportstätten seit Kinderzeiten viel bedeutet
Jörg Wilhelmy im Endorfer Freibad, das ihm mit den umliegenden Sportstätten seit Kinderzeiten viel bedeutet FOTO: Johannes A. Bodwing
Ensdorf. Jörg Wilhelmy, parteilos, kandidiert bei Bürgermeisterwahl in Ensdorf.

Als unabhängiger Kandidat mit Empfehlung der SPD geht Jörg Wilhelmy, 56, in die Bürgermeisterwahl in Ensdorf. Als wesentlichen Grund für seine Bewerbung nennt er die heutigen Anforderungen an Kommunen. Dafür „will ich Verantwortung übernehmen und unseren Ort für die jüngere und ältere Generation weiter entwickeln“. „Mit meiner 36-jährigen Erfahrung in den Rathäusern von Saarlouis und Ensdorf bringe ich dazu die notwendige Kompetenz, Erfahrung und Ideen mit“, sagt Wilhelmy. Von 2012 bis 2018 war er Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste, Wirtschaftsförderung der Gemeinde Ensdorf und bis Januar 2019 Geschäftsführer Kommunale Entwicklungs- und Vermögensmanagementgesellschaft. Seit April 2018 leitet er das Fachgebiet Finanzen.


Zur Frage, was sich durch ihn als Bürgermeister in Verwaltung, Rat und Gemeinde ändern werde, sagt Wilhelmy: „Als unabhängiger Bürgermeister bin ich keiner Partei verpflichtet, sondern nur den Bürgerinnen und Bürgern.“ Bei allen Entscheidungen werde er sich „am größten Mehrwert für unseren Ort“ orientieren. Für den Gemeinderat wolle er Ideengeber, Moderator und Koordinator sein und bei allen im Rat vertretenen Fraktionen für die Ideen der Verwaltung werben. „Ich stehe für mehr Bürgernähe mit kundenfreundlichen Angeboten und Bürokratieabbau.“

Zu seinen ersten Maßnahmen, sollte er zum Bürgermeister gewählt werden, gehöre, „dass die Bürgerinnen und Bürger jederzeit die Möglichkeit haben, mit mir und meiner Verwaltung in Kontakt zu kommen“. Dazu nutze er eine Bürger-App und weitere moderne Mittel der Kommunikation als Chancen der Digitalisierung. „Darüber hinaus will ich kurzfristig zu einem Bürgerdialog einladen.“ Auch müsste die Entwicklung von Duhamelgelände und Kraftwerksgelände „genauso zwingend vorangetrieben werden wie die Entwicklung eines Sanierungskonzeptes für unser Bad und den Plattenbau der Schule“. An seinem Heimatort schätzt Wilhelmy, dass Ensdorf ziemlich alles hat, „was eine lebenswerte Gemeinde ausmacht“.



Allerdings seien Teile der öffentlichen Infrastruktur in schlechtem Zustand. Der ehemalige Industriestandort biete mit der Nachnutzung des Kraftwerks- und Bergwerksgeländes „enormes wirtschaftliches Potenzial“. „Enormes touristisches Potenzial“ sieht Wilhelmy im Sportzentrum am Fuße des Saarpolygons. Dieses Areal bezeichnet er als „Open-Air-Mehrgenerationenhaus“. Seit frühester Kindheit habe er auf den Sportplätzen, im Schwimmbad und in der Sporthalle viele Stunden zugebracht. In diesem Areal kann sich Wilhelmy unter anderen eine Jugendherberge vorstellen. Denn das sei „die Sport- und Wellness-Oase von Ensdorf“.

(az)