Großes Interesse an der Landmarke

Großes Interesse an der Landmarke

Ensdorf. Mit einer Einladung zu einem Kolloquium ist die RAG Deutsche Steinkohle AG im Wettbewerb um den Bau einer Landmarke gestern in die nächste Runde gestartet. Der Konzern plant auf dem Hochplateau der Bergehalde Duhamel in Ensdorf ein symbolisches Bauwerk mit Identifikationsfaktor für die Zeit nach dem Bergbau

Ensdorf. Mit einer Einladung zu einem Kolloquium ist die RAG Deutsche Steinkohle AG im Wettbewerb um den Bau einer Landmarke gestern in die nächste Runde gestartet. Der Konzern plant auf dem Hochplateau der Bergehalde Duhamel in Ensdorf ein symbolisches Bauwerk mit Identifikationsfaktor für die Zeit nach dem Bergbau. Rund 50 Architektenbüros und Bürogemeinschaften mit mehr als 100 Vertretern aus ganz Deutschland ließen sich am Bergwerk-Standort Ensdorf über die Wettbewerbskriterien informieren und besuchten das Hochplateau.Das Interesse am Wettbewerb ist mit über 50 teilnehmenden Gruppen groß. "Das ist bereits jetzt schon ein toller Erfolg", sagte RAG-Pressesprecherin Annette Weinmann. Schließlich läuft die Ausschreibung bis zum 16. April. 20 Büros oder Gemeinschaften sind aus dem Saarland. Eine Teilnehmergruppe nennt sich "Steiger Null". Es ist ein siebenköpfiges Männerteam aus Architekten, Landschaftsarchitekten und aus einem Lichtplanungsbüro. Sie brauchten gestern bei schlechtem Wetter und schlechter Sicht nicht mit auf das Hochplateau, sie hatten sich im Vorfeld bereits ein Bild von den Örtlichkeiten gemacht - bei schönem Wetter. Der Wettbewerb sei eine Herausforderung, auf die sie sich freuen, erste konkrete Ideen gebe es bereits, welche bleibt natürlich geheim. Als eine kleine zusätzliche Herausforderung sehen sie das Budget. Die RAG veranschlagte für die Umsetzung der Landmarke insgesamt 500 000 Euro und dieser Betrag darf nicht überschritten werden. "Zu wenig", meinte "Steiger Null" und mit dieser Meinung stand die Gruppe nicht alleine da. Landschaftsarchitekt Peter Glaser aus Homburg und Architekt Alexander Schwehm aus Saarlouis sehen es ähnlich. "Die Kosten sind zu gering", sagten sie. Gemeinsam wollen die Beiden am Wettbewerb teilnehmen. Über ihre Vorstellungen verraten sie nur so viel: "Die Landmarke sollte nicht nur optisch gut aussehen, sie soll für den Besucher auch nutzbar sein."

Die Wettbewerbsteilnehmer bekamen gestern einige Vorgaben mit. Die Landmarke soll ein Symbol des Abschieds, zugleich eines des Aufbruchs sein, es soll einen Identitätsfaktor haben, ein Zeugnis der Industrieepoche sein, ein Baukörper, der von Weitem sichtbar ist, möglichst auch bei Nacht. Bei der Gestaltung dürfen sie dann ihrer Fantasie freien Lauf lassen.