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Gemeinderat Ensdorf
Gebühr für Urnen-Steingrabfeld steht fest

Ensdorf. Gemeinderat Ensdorf vertagt Entscheidung über Gelbe Säcke oder Gelbe Tonne. az

Die Gebühren für das neue Urnen-Steingrabfeld in Ensdorf hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Dieses Grabfeld hat 91 Kammern. Für 15 Jahre Nutzungsrecht werden 540 Euro in Rechnung gestellt. Öffnen und Verschließen der Grabkammern sowie das Anbringen der Gravurtafel kostet 78 Euro. Beschaffung und Befestigung einer Metalltafel belaufen sich auf 45 Euro. Pflege und Instandhaltung sind mit 945 Euro festgelegt. Insgesamt ergibt sich für 15 Jahre ein Betrag von 1608 Euro. Über eine entsprechende Nachtragssatzung für den Friedhof entschied der Rat ebenfalls einstimmig. Beispielsweise enthält sie die Tiefe bei der Bestattung von Urnen auf dem Ensdorfer Friedhof. Ebenso, dass Urnen verrottbar sein müssen und wie groß die Grabplatten zu sein haben.


Ob Leichtverpackungen in Ensdorf künftig mittels Gelber Tonne oder Gelbem Sack entsorgt werden, dazu konnte sich der Rat nicht festlegen. Anlass war eine Meinungsabfrage des Entsorgungsverbandes Saar, EVS. „Wir haben schon so viele Stimmungsbilder abgegeben“, sagte CDU-Chef Hermann-Josef Flesch. Das müsse nicht jetzt gleich entschieden werden. Nach Ansicht von Thomas Wilhelm, Grüne, wäre die Gelbe Tonne das, „was Bürgern am meisten nützt“. Säcke würden von Tieren angefressen, außerdem landeten sie bei Starkwind im Garten von Nachbarn. Es solle möglich sein, zusätzlich Säcke neben der Tonne zu nutzen, sagte Heinrich Becker, Freie Wähler. Wie auch andere Ratsmitglieder forderte er dickere Gelbe Säcke. Allerdings sehe er es nicht ein, „mich vom EVS unter Druck setzen zu lassen“. Über dieses Thema solle der neue Gemeinderat entscheiden. Auf Probleme im Sommer verwies Peter Lay, SPD, wenn die Gelbe Tonne nur alle vier Wochen abgefahren werde. Deshalb seien Säcke besser. Auf Antrag der CDU wurde ein Beschluss für Ensdorf bei einem Nein und einer Enthaltung von der Mehrheit des Rates vertagt.