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Familie aus Ensdorf näht Atemschutzmasken

Ensdorfer Ehepaar bastelt Atemschutzmasken : Die ganze Familie macht mit beim Maskennähen

Die Zeichen der Zeit erkannt haben Rosi Schneider und ihr Mann Harald Schneider aus Ensdorf. „Wir wollten irgendetwas Sinnvolles tun, um zu helfen“, sagen die beiden. Rosi Schneider erfuhr über eine Bekannte vom Pflegedienst, dass es erhebliche Engpässe bei der Beschaffung von Atemschutzmasken gebe.

Das Problem ist bundesweit hinlänglich bekannt.

Rosi und Harald Schneider haben deshalb mit ihrer kleinen Produktion von Atemschutzmasken begonnen. „Und alle helfen mit“, freut sich die 60-Jährige. Ihre Tochter Rebecca mit ihren Kindern Maximilian, Maxima, Muriel und Mahala, zwischen neun und 17 Jahre alt, machen eifrig mit, erzählt die Ensdorferin. Die Kinder seien begeistert von der Abwechslung, die die heimische Atemmasken-Produktion in den langweiligen Alltag ohne Freunde und Schule bringe – „und gleichzeitig machen wir noch was Hilfreiches“, sagen die Kinder.

90 Masken haben die Schneiders schon genäht, und die Produktion geht weiter. „Ich bin gerade dabei, neuen Stoff zu besorgen“, berichtet Rosi Schneider. Zehn verschiedene Muster hat sie ausgewählt, Auswahl gebe es ja genug. Kompliziert ist die Herstellung nicht, erklärt sie, wer eine Nähmaschine halbwegs geschickt bedienen kann, könne sich seine Masken selber herstellen. Allerdings genügen sie nicht für medizinische Zwecke. „Vor der berüchtigten Tröpfcheninfektion können unsere Masken durchaus schützen“, stellt Rosi Schneider jedoch fest. Besser als nichts seien die Baumwollmasken allemal.

Wer die Atemmasken kaufen möchte (fünf Euro pro Stück), melde sich unter Tel. (0 68 31) 50 85 04.