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Facettenreiche Klänge zum Jahresanfang

Facettenreiche Klänge zum Jahresanfang

In schwarzer bergmännischer Ausgehuniform betraten die Musikfreunde 1904 Ensdorf am Samstagabend die Bühne im Bergmannsheim. Mit „Unity Fanfare“ öffneten sie die Tür zu einem abwechslungsreichen zweieinhalbstündigen Neujahrskonzert.

Bis zum Ende der letzten Zugabe schmälerte kein schiefer Ton den Hörgenuss, kein Tempowechsel brachte die Musiker ins Stolpern. Viel Arbeit stecke da drin, sagte der Vorsitzende Stefan Klein am Samstagabend im gut besetzten Ensdorfer Bergmannsheim.

Die zahlte sich für das Publikum aus, bei einem rundum gelungenen Neujahrskonzert der "Musikfreunde 1904 Ensdorf ", das zugleich auch das Jahreskonzert ist.

Im "Klang der Alpen" mischten die 28 Musikerinnen und Musiker Folkloristisches mit modernen Melodien und Rhythmen. Zurück in die 80er Jahre ging es mit Liedern von Nena, darunter "99 Luftballons" und "Leuchtturm". Dem verträumten "In a gentle rain" drückte Martina Scholl mit ihrer Querflöte einen zärtlichen Stempel auf. Tempo machte hingegen David Spang am Saxofon beim "Yakety Sax".

"Es lohnt sich", hatte Moderator Thomas Leinenbach versprochen. Er lieferte auf lockere Weise Hintergrundinformationen zu den Stücken. Die Noten dafür stellten private und geschäftliche Sponsoren zur Verfügung. Mit einem kraftvollen "Showdown for Band" kehrten die Musikfreunde aus der Pause zurück und boten unter Leitung von Mark Endres wieder ein großes facettenreiches Orchester . Die zauberhafte Atmosphäre aus dem Trickfilm "Ariel" schufen sie in professionellen Übergängen von sanften Melodien zu energiegeladenen Passagen. Schweizerischen Polka-Schwung gab es bei dem Titel "Ein halbes Jahrhundert".

Danach umspannte die Komposition "Jubilate!" etwa 1000 Jahre Kirchengeschichte des Ortes Waldkirch. Gregorianische Gesänge wurden als Leitmotiv fortgeführt, mit viel Liebe zum Detail schufen die "Musikfreunde" die Atmosphäre beim Bau einer mittelalterliche Kirche, deren Brand und Neubau. Im "Starlight Express" dampfte das Orchester schließlich zum brausenden Schlussapplaus. Und lieferte als Zu gaben den "Radetzky-Marsch" sowie das ausgelassene "Hootenanny" mit Melodien von behäbiger Saloon-Atmosphäre bis zum quirligen Squaredance. Für das Finale stimmte das Orchester den beliebten "Steiger-Marsch" an.