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Erzieherinnen des Ensdorfer Gemeindehortes fertigen Nasen-Mundschutz

Spende für die Uniklinik Homburg : Erzieher-Team fertigt Mundschutz für die Uniklinik

Knapp 100 Schutzmasken sind bisher im Gemeindehort Ensdorf entstanden. Die fleißigen Näher bitten nun um Stoffspenden.

Atemschutzmasken sind derzeit begehrt, aber leider auch Mangelware. Zu den Menschen, die Abhilfe schaffen wollen, gehören die Erzieherinnen und Erzieher des Ensdorfer Gemeindehortes. Sie, so informiert jetzt die Gemeinde Ensdorf, fertigen Nasen-Mundschutz gegen Corona.

„Da seit Schulschließung – zumindest bis zum jetzigen Zeitpunkt – die Errichtung von Notgruppen nicht notwendig wurde (die Erzieher/innen unserer Freiwilligen Ganztagsschule sind dennoch quasi auf „Rufbereitschaft“), kamen sie gleich auf die Idee, einen anspruchsvollen Nasen- und Mundschutz zu nähen“, heißt es dazu.

Gesagt, getan. Zusammen mit einigen Eltern der Hortkinder, die zur Ärzteschaft der Universitätsklinik Homburg gehören, wurde überlegt, wie die Idee am besten umzusetzen ist. Anschließend machte sich das Hort-Team an die Arbeit, erstellte eine Vorlage für die Masken, suchte ausgediente Dammasttischdecken sowie Bettwäsche und die restlichen benötigten Utensilien zusammen.

Seit Anfang vergangener Woche arbeiten insgesamt zwölf Erzieher und Erzieherinnen im Home Office. Etwa die Hälfte der Belegschaft kümmert sich um den Zuschnitt und das Bügeln des Stoffes für die Masken, die anderen widmen sich dem Nähen.

Das Besondere an dem Nasen-Mundschutz ist den Organisatoren zufolge, dass er seitlich eine Öffnung für das Einschieben eines medizinischen Filters hat, welcher bei 70 Grad Celsius desinfiziert werden kann und somit mehrfach nutzbar ist.

„Da alle Mitarbeiter des Hortes bis dato solch eine Maske natürlich noch nie genäht haben, also Laien sind, stellte sich das Herstellen recht schnell als eine Herausforderung heraus, welcher sie sich jedoch alle gerne stellten“, heißt es.

Knapp 100 Masken hat das Team des Gemeindehortes in der vergangenen Woche dennoch schon angefertigt, weitere folgen diese Woche. Eine Maske fertigzustellen dauere etwa zwei Stunden, informiert die Gemeinde.

Damit möglichst viele Masken an die Universitätsklinik Homburg gespendet werden können, würden sich die Hortmitarbeiter über Stoffspenden aus der Bevölkerung freuen.

Wer kochfeste Dammasttischdecken oder Bettwäsche zu Hause hat und diese nicht mehr benötigt, kann sie im Büro des Gemeindehortes montags bis freitags von 10 bis 11 Uhr vorbeibringen. Es wird gebeten, auf jeden Fall aber vorher anzurufen und einen konkreten Termin zu vereinbaren, unter Tel.  (0 68 31) 5 091 40.