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Er gibt den Feuerwehren nach außen ein Gesicht

Er gibt den Feuerwehren nach außen ein Gesicht

Die höchste Auszeichnung des saarländischen Feuerwehrverbandes erhielt Helmut Engeldinger am vergangenen Samstag. Der langjährige Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes Saarlouis wurde bei einer Delegiertenversammlung im Bergmannsheim in Ensdorf verabschiedet.

Ein markanter Wechsel kennzeichnete die Delegiertenversammlung des Saarlouiser Kreisfeuerwehrverbandes im Bergmannsheim in Ensdorf . Am Samstagnachmittag endete aus Altersgründen die Amtszeit von Geschäftsführer Helmut Engeldinger, 68. "Er ist es, der den Feuerwehren des Landkreises Saarlouis nach außen hin ein Gesicht gibt", sagte Brandinspekteur Bernd Paul über das Gründungsmitglied des Feuerwehrverbandes und seinen seit neun Jahren tätigen Geschäftsführer .

Engeldinger habe unter anderem die Internetseite des Kreisverbandes aufgebaut und gepflegt sowie Feuerwehrleute geschult. Er habe sich auch für die Partnerschaft mit Feuerwehren des polnischen Landkreises Bochnia engagiert.

Von Helmut Engeldinger ins Leben gerufen wurde zudem das Projekt "Feuerwehr für Alle". Dafür bekam er 2014 den Willkommenspreis des Saarlandes. Denn das Projekt schafft Kontakte zwischen Migranten und Feuerwehr.

Zu den vielen bereits vorhandenen Auszeichnungen erhielt Engeldinger am Samstag die höchste, die der Landesfeuerwehrverband Saarland vergibt, das Goldene Ehrenkreuz. Dieses "ist noch nicht oft vergeben worden", sagte Verbandspräsident Detlef Köberling. Von dieser Würdigung zeigte sich Engeldinger völlig überrascht. "Aber ohne euch", wandte er sich an seine Kameraden, "hätte ich das nicht geschafft". Die gleiche Unterstützung erbat er für seinen Nachfolger. Das ist seit Samstag Axel Hewer, den die 61 anwesenden Delegierten einstimmig zum neuen Geschäftsführer wählten. Ebenfalls einstimmig wurde Gerhard Sauer zum stellvertretenden Vorsitzenden ernannt. Am Anfang standen Feuerwehrleute mit Muskete und Säbel, berichtete Bertram Weiter von der Saarlouiser Wehr über die Entwicklung der Uniformen in der Stadt. Doch das militärische Aussehen der so genannten Pompiers passte nicht zum Uniformen-Monopol des preußischen Militärs.

Bernd Paul verwies auf einen leichten Zuwachs der Mitgliederzahl im Kreisfeuerwehrverband Saarlouis. Zum 31. Dezember 2015 waren es 2081 Aktive, 26 mehr als im Vorjahr. Der Anteil weiblicher Aktiver stieg von 169 auf 179, die Jugendwehr wuchs von 640 auf 713 Mitglieder, die Altersabteilung von 628 auf 631. Bernd Paul wies auch auf den 82. Kreisfeuerwehrtag hin. Dieser findet vom 26. bis 28. August in Wadgassen statt. >

Herr Engeldinger, wie begann Ihre Feuerwehrlaufbahn, und welches waren die wesentlichen Stationen?

Engeldinger: 1963 bin ich als 15-Jähriger in die Ensdorfer Jugendfeuerwehr eingetreten. Ich war später 15 Jahre lang Wehrführer und danach seit dem Jahr 2007 Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes Saarlouis.

Was war eine der wichtigsten Aufgaben als Gründungsmitglied und als Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes Saarlouis?

Engeldinger: Den Verband im Landkreis bekannt zu machen und zu vermitteln, was er bewegen und leisten kann.

Wer Sie kennt, kann sich kaum vorstellen, dass es Helmut Engeldinger lange Zeit ohne Feuerwehr aushält. Wie geht es nun weiter?

Engeldinger (lacht): Ruhe kehrt da nicht ein, aber die Prioritäten werden jetzt anders gesetzt. Ich möchte mich jetzt mal um die Geschichte der Feuerwehr Ensdorf kümmern, um alte Fotos davon und auch vom Ort.