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Trotz Sparmaßnahmen hat Ensdorf im vergangenen Jahr einiges auf den Weg gebracht
Ensdorf hat seinen Sparkurs eingehalten

Am Standort des Kraftwerks plant die VSE ein Energie- und Ressourcenzentrum.
Am Standort des Kraftwerks plant die VSE ein Energie- und Ressourcenzentrum. FOTO: Ruppenthal
Ensdorf. Jahresrückblick der Städte und Gemeinden in der Saarbrücker Zeitung, heute: Ensdorf. Von Carolin Merkel

Wenn man die Autofahrer, die tagtäglich durch die Ortsmitte von Ensdorf fahren, fragen würde, was ihr größtes Erlebnis im vergangenen Jahr war, dann würde die Antwort vermutlich „Die Freigabe des Kreisels am Schwalbacher Berg“ lauten. Nach etwas mehr als einem Jahr konnte der Verkehrsknotenpunkt Ende September 2017 für den Verkehr freigegeben werden. Sowohl mit der Bauzeit als auch mit den Kosten, die Gesamtbaukosten beliefen sich auf rund 1,6 Millionen Euro, habe man eine Punktlandung geschafft, betonte Ensdorfs Bürgermeister Hartwin Faust anlässlich der offiziellen Übergabe. Und auch in der Gemeinderatssitzung kurz vor Weihnachten hob der Verwaltungschef noch einmal das Bauwerk als gelungene städtebauliche Maßnahme hervor. Dazu gehörte auch, dass die Weihnachtsbeleuchtung bis in den Bereich des Kreisverkehrs ausgedehnt wurde.


Begonnen hatte das Jahr in Ensdorf traditionell mit dem Neujahrsempfang. Danach standen im Gemeinderat die Haushaltsberatungen an. Zwar, so erklärte Bürgermeister Faust, schließe man voraussichtlich im Jahr 2017 mit einem Defizit von 480 000 Euro ab, doch habe man es geschafft, nach Bous die zweite saarländische Gemeinde zu werden, die keine Haushaltsanierungskommune mehr sei. Ein strikter Sparkurs, aber auch die viel diskutierte Anhebung der Steuerhebesätze in Grund- und Gewerbesteuer in der Sitzung im November sollen Ensdorf zukünftig auf einem guten Kurs halten, wie Faust erklärte.

Gebaut wird in Ensdorf seit vergangenem Frühjahr an der Seniorenresidenz Lindenpark. Hier entstehen durch einen privaten Investor 113 Plätze, rund 100 Mitarbeiter werden einen Arbeitsplatz finden, die Eröffnung ist für dieses Frühjahr geplant.



Ebenso viele Mitarbeiter standen zum Ende des Jahres in Ensdorf vor dem Aus des Kraftwerks. Bereits im Juni 2017 wurde der Gemeinderat über die Schießungspläne informiert. Da hatte die VSE Vertreter aus der Kommunalpolitik, vor allem aber auch Ensdorfer Bürger bereits zur ersten Standortkonferenz ins Bergmannsheim eingeladen. Am Standort des Kraftwerks plant die VSE ein Energie- und Ressourcenzentrum. Schon in diesem Frühjahr soll es eine zweite Konferenz geben.

Publikumsmagnet für Besucher aus Nah und Fern bleibt die Landmarke. Eine Tempo-30-Zone im Bereich des Fußgängerüberwegs sowie der Abriss des FC Clubheims im Herbst zum Bau von weiteren Parkplätzen sollen den Besuch noch angenehmer machen. Erleichtert wurde der Aufstieg auf die Bergehalde Duhamel allen Menschen mit und ohne Behinderungen durch den VdK, aber auch durch den Förderverein Bergbau Erbe Saar. Zum ersten Geburtstag des Wahrzeichens gab es einen Shuttledienst, dazu Getränke auf dem Plateau.

Geburtstag gefeiert wurde auch unten im Tal: Das Rathaus feierte im Mai seinen 80. Geburtstag. In die Feierlichkeiten eingebettet waren auch die 35 Jahre Unabhängigkeit der Gemeinde Ensdorf sowie das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaften mit Wizernes und Hallines.