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Kohlrabi: „Einfach ausprobieren, was wächst“

Kohlrabi : „Einfach ausprobieren, was wächst“

Ein Ensdorfer Gärtner ist verblüfft über zwei Riesen-Kohlrabi.

Wenn andere in Urlaub fahren, geht Alfons Daub lieber in seinen Garten und genießt die bunte Mischung aus Zier- und Nutzgarten. Der 65 Jahre alte Ensdorfer, der den Beruf des Gärtners gelernt hat und nach einigen Jahren für ein Altenheim schließlich viele Jahre als Gärtner auf der Grube gearbeitet hat, hat wirklich einen grünen Daumen. „Einfach ausprobieren, was wo wächst“, ist trotz seiner Fachkenntnis die oberste Devise.

Vor allem die Mischkulturen haben es ihm in seinem riesigen Garten in der Prälat-Anheier-Straße in Ensdorf angetan. Einträchtig stehen Karotten und Tomaten neben Sonnenblumen und strecken sich vereint nach der Augustsonne. Die, so sagt er, sei ebenso wichtig wie die viele Feuchtigkeit für die beiden Prachtexemplare, die ihn zu einem Anruf in unserer Redaktion veranlasst haben. Ein paar riesige Blätter muss Alfons Daub für das Foto auf die Seite schieben, dann kommen sie zum Vorschein: Zwei riesige Kohlrabi. Die Sorte, erklärt er, heiße zwar Gigant, doch dass es so große Knollen werden würden, hätte er anfangs nicht gedacht.

Seit April schon sind die Samen in der Erde, nach gut vier Monaten wiegt jede der beiden Kohlrabi zwischen drei und vier Kilogramm. „Für mich und meine Frau allein wäre das viel zu viel für eine Mahlzeit. Daher werden wir einige Portionen einfrieren“, erzählt er. Trotz ihrer Größe, weiß der Fachmann aus Erfahrung, werden die großen Exemplare nicht holzig, sondern bleiben bis zur Ernte butterweich. Gepflanzt wurden die beiden Giganten auf einer Mischung aus Kompost und Blumenerde, sind also absolut Bio, wie Daub betont.

Noch dürfen die beiden Gewächse die Sonne und den Regen genießen, doch schon bald werden sie geerntet und gegessen. Die Kohlrabis, sagt Daub, mag er sowohl als Rohkost als auch mit einer feinen hellen Soße als Gemüse.