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Ein Nachmittag der Gemeinsamkeit

Ein Nachmittag der Gemeinsamkeit

"Beim nächsten Mal werden wir alles noch besser organisieren", hat Adib Hamo aus Schwarzenholz am Rande des ersten Flüchtlingsfestes auf dem Hasenberg in Ensdorf erklärt. Der gebürtige Syrer lebt bereits seit dem Jahr 1972 in Deutschland.

Es war die Idee des Übersetzers, der sich in der Flüchtlingsarbeit für seine Landsleute engagiert, Flüchtlinge und Bürger zu einer gemeinsamen Veranstaltung einzuladen.

"Wir wollen einfach mal einen Nachmittag abschalten, runterkommen, zusammensitzen, erzählen und Musik machen", erklärte er. Unterstützung erhielt Hamo, der seit 1984 im Saarland lebt, von der Kirchengemeinde und der Gemeinde Ensdorf . "Auch das ist ein Zeichen, wie sehr uns geholfen wird", betonte er. "Ein Fest wie dieses soll die Hände der Flüchtlinge streicheln, zehn Prozent von ihnen sind stark traumatisiert", sagte Hamo, ließ nicht unerwähnt, dass er sich kürzlich die Situation im Nordirak selbst angeschaut hat. "Die Menschen kommen nicht hierher, weil sie Urlaub machen möchten. Sie sind rausgerissen aus ihrem Leben."

Hamo lobte vor allem die Hilfsbereitschaft der unermüdlichen ehrenamtlichen Helfer. "Da bin ich richtig stolz, ein Saarländer zu sein", sagte er. Eine von ihnen ist Anne Wagner aus Wadgassen. Auch sie war zum Fest gekommen, "um zu sehen, was es in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit noch alles zu tun gibt".