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Bürgermeisterwahl in Ensdorf
Neue Ideen und Bewährtes verbinden

 Dietrich Bickelmann von den Grünen im Ensdorfer Freibad, das er als wichtigen sozialen Integrationsfaktor sieht
Dietrich Bickelmann von den Grünen im Ensdorfer Freibad, das er als wichtigen sozialen Integrationsfaktor sieht FOTO: Johannes A. Bodwing
Ensdorf. Dietrich Bickelmann, Grüne, will Bürgermeister in Ensdorf werden.

Für die Grünen bewirbt sich Dietrich Bickelmann, 57, als Bürgermeister in Ensdorf. „Ich möchte den Ensdorferinnen und Ensdorfern eine echte Alternative zum bisherigen ,weiter so‘ bieten“, sagt er. Mit seiner Kandidatur will er „Mut machen, Bewährtes neu zu durchdenken, Neues mit Bewährtem zu verbinden“ und damit auch neue Wege zu gehen. Dafür bringe er jahrzehntelange berufliche Erfahrungen aus freier Wirtschaft und Verwaltungen mit.


Die Zusammenarbeit von Gemeinderat, Verwaltung und Bürgern will er neu ausrichten. Bessere Kommunikation und verständlichere Entscheidungswege will Bickelmann unter anderem über die Webseite der Gemeinde erreichen. Mit einfachen Übersichten könnten Verfahrensabläufe und Ansatzpunkte für Bürgerbeteiligung früh aufzeigt werden. Entsprechend seinem Motto „Unterwegs für Ensdorf“ gehe er auf Menschen zu, um neue Ideen mehrheitsfähig zu machen.

Doch „Einzelentscheidungen müssen sich nicht nur an kurzfristigen Interessen orientieren“, sagt Bickelmann. Sondern auch an nachhaltigen Zielen wie Klimaschutz und Lebensqualität. Zu den dringlichsten Handlungsfeldern, die Dietrich Bickelmann als Bürgermeister angehen würde, zählt er schnelleres Internet, Haushaltssanierung, Sanierung der Sportanlagen und Klimaschutz. Messen lassen will er sich daran, „wie ich den Spagat zwischen Haushaltssanierung und Sanierung der Infrastruktur wie Schwimmbad, Sportanlagen und der Erneuerung der Ortsmitte meistere“. Dafür putze er bei Investoren Klinken, „und wenn es sein muss, werde ich mich bei Innenminister Bouillon auf den Schreibtisch setzen“.



An Ensdorf schätzt Bickelmann die Nähe zu Saarlouis, die Bahnanbindung, das Freibad als sozialen Integrationsfaktor und den Erholungswert des Waldes. „Gut finde ich auch die kurzen Wege zu Entscheidungsträgern, die Vereinskultur und die Identifikation der Ensdorferinnen und Ensdorfer mit ihrer Heimat.“ Allerdings müsse auf den Wegfall vieler Arbeitsplätze in Grube und Kraftwerk reagiert werden.

Und Infrastruktur, wie das Freibad, sei in die Jahre gekommen. Deshalb hätten nachhaltige Investitionen für Lebensqualität und Perspektiven eine große Bedeutung. Auch für die nachfolgenden Generationen. Wichtig ist Bickelmann dabei ein geringerer Flächenverbrauch. Beispielsweise lasse sich das Ortszentrum mit seinen kurzen Wegen aufwerten. Mit Funktionen wie Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit. Aspekte dafür seien Verkehrsberuhigung, Begrünung, Räume zum Leben sowie die Bahnhofsverlegung. „Die Weichen für unsere Zukunft müssen jetzt gestellt werden“, sagt Bickelmann.

(az)