Dem Stromkreis auf der Spur

Ensdorf. Wer das Prinzip eines Dynamos versteht, weiß auch wie ein Kraftwerk funktioniert. Jedenfalls war das die einfache Erklärung von Erwin Schwinn, der jetzt 22 SZ-Leser in die Geheimnisse der Stromerzeugung einweihte. Zwei Besichtigungstermine standen an

Ensdorf. Wer das Prinzip eines Dynamos versteht, weiß auch wie ein Kraftwerk funktioniert. Jedenfalls war das die einfache Erklärung von Erwin Schwinn, der jetzt 22 SZ-Leser in die Geheimnisse der Stromerzeugung einweihte. Zwei Besichtigungstermine standen an. Bereits am Montag trafen sich SZ-Leser im Kraftwerk Ensdorf, die - nach der SZ-Serie "So funktioniert das Saarland" - die Energieversorgung hautnah erleben wollten. 130 Meter hoch ragt der Kühlturm des Kraftwerks in den Himmel, ein unübersehbarer Willkommensgruß, der den Besuchern von Weitem bereits den Weg zeigte. Während aus diesem Schlot reiner Wasserdampf quillt, stößt der 180 Meter hohe Schornstein gleich daneben die Verbrennungsrückstände von Kohle, Tiermehl und Klärschlamm aus. Das erfuhren die Besucher ebenso wie die Erklärung, weshalb ein Kraftwerk ähnlich funktioniert wie ein Dynamo. Magnet, Spule, Leiter und ein geschlossener Stromkreis sind Bestandteile des Dynamos. Kessel, Turbine, Generator und ein geschlossener Stromkreis braucht es, um Strom zu produzieren. "Das ist das ganze Prinzip", sagte Schwinn. Eine Stunde Theorie standen auf dem Programm, bis es hinter die Kulissen des Kraftwerks ging. Kesselhaus, Turbinenhaus und Leitwarte im Block drei durften besichtigt werden und das, was Schwinn zuvor Schritt vor Schritt erklärte, sahen die Besucher nun vor Ort. Zum Abschluss der Besichtigungstour gab es einen exklusiven Blick vom Dach des Kraftwerks über Ensdorf, Saarlouis, die Lisdorfer Au bis hin zur B269 neu. Begutachtet werden konnte aber auch das komplexe Gelände des Kraftwerkes, inklusive des Hafens. "Die Führung war sehr interessant", sagte Otto Thiel aus Bous. Vor allem die Turbinen weckten Thiels Interesse. Außerdem sei er überrascht gewesen, wie groß die Anlage in Ensdorf sei. Froh über die Gelegenheit der exklusiven Führung war auch Burglinde Altmeyer aus Schwalbach-Hülzweiler. "Es war schon interessant zu sehen, wie Strom produziert wird", sagte sie. Lob gab's auch für die Ausführungen von Erwin Schwinn. hth