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Kirchenchronik
Blick in die bewegte Chronik der Kirchengeschichte Ensdorfs

Ensdorf. () Erstmals durch Historiker belegt ist das Gründungsdatum der Gemeinde Ensdorf am 11. April 1179. In einem Schutzbrief des Papstes Alexander III. wird ein Erbe oder eine Schenkung eines gewissen Boemund an das Kloster Wadgassen genannt. Der Name Ensdorf ist allerdings erst seit dem 17. Jahrhundert einheitlich dokumentiert. Als Kirchengemeinde existiert die Pfarrei St. Marien Ensdorf seit dem 23. Oktober 1868. Davor gehörte Ensdorf als Filiale zur Pfarrei Lisdorf. Der Weg zum Gottesdienst war beschwerlich, es gab noch keine Saarbrücke, so musste man über die Saar mit einer Pontenfähre übersetzen. Die Chronik berichtet von einem Unglück im Jahr 1846, bei dem acht Ensdorfer auf dem Weg zum Gottesdienst ertranken.

() Erstmals durch Historiker belegt ist das Gründungsdatum der Gemeinde Ensdorf am 11. April 1179. In einem Schutzbrief des Papstes Alexander III. wird ein Erbe oder eine Schenkung eines gewissen Boemund an das Kloster Wadgassen genannt. Der Name Ensdorf ist allerdings erst seit dem 17. Jahrhundert einheitlich dokumentiert. Als Kirchengemeinde existiert die Pfarrei St. Marien Ensdorf seit dem 23. Oktober 1868. Davor gehörte Ensdorf als Filiale zur Pfarrei Lisdorf. Der Weg zum Gottesdienst war beschwerlich, es gab noch keine Saarbrücke, so musste man über die Saar mit einer Pontenfähre übersetzen. Die Chronik berichtet von einem Unglück im Jahr 1846, bei dem acht Ensdorfer auf dem Weg zum Gottesdienst ertranken.


Insbesondere der Pastor von Lisdorf, Godehard Prinz, hat sich jahrelang vehement für den Bau eines Gotteshauses in Ensdorf, das damals nicht einmal eine Kapelle besaß, eingesetzt. Im Jahr 1863 bemühte sich Ensdorf schließlich mit Erfolg um den Bau einer Kirche, am 19. Juli 1863 fand der notarielle Akt zum Erwerb des Bauplatzes statt. In den Jahren 1863 bis 67 erbauten rund 1370 Katholiken von Ensdorf die heutige Pfarrkirche und bekamen mit der Erhebung von der Vikarie zur Pfarrei vom damaligen Trierer Bischof Matthias Eberhardt den Vikar Carl Ernst Schrod zur Seite gestellt. Im Januar 1868 besuchten die Ensdorfer zum letzten Mal die Kirche in Lisdorf, am 5. Juli fand die Konsekration der Kirche St. Marien statt. Die steigende Einwohnerzahl ließ bereits Anfang des 20. Jahrhunderts die Kirche schnell zu klein werden, es stand ein Neubau einer zweiten Kirche zur Diskussion. Man entschied sich schließlich für einen Anbau, der aber erst im Jahr 1935 begonnen wurde. Mit den Seitenschiffen sowie dem Seitentrakt wurde Raum für die Gläubigen geschaffen. Noch im Jahr 1939 kamen neue Kirchenbänke, der Ausbruch des Krieges gebot Einhalt. Besonders bedeutend war für das Ortsbild von Ensdorf die Neugestaltung des ursprünglich spitzen Turms, der den schweren Angriffen im Zweiten Weltkrieg zum Opfer fiel. Der deutlich kleinere, eckige Turm, wurde im November 1953 eingeweiht. Auch neue Glocken gab es für die Kirche im gleichen Jahr. Eine neue Orgel (mittlerweile die dritte) wurde im Jahr 1961 aus der Orgelbauanstalt Johannes Klais, Bonn, in Ensdorf installiert. Umfassende Sanierungsarbeiten an den Fenstern, sowie der Neugestaltung der Empore fanden ab den späten 1970er Jahren statt.

(cim)