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Beim Roten Kreuz in Ensdorf ist der Gemeinschaftssinn entscheident

Serie Hilfsdienste im Kreis : Zusammenhalt ist dem DRK Ensdorf wichtig

Im Rahmen unserer Serie haben wir Brandbekämpfer, Sanitätsdienste, technische Retter und andere Spezialisten vorgestellt. Diesmal geht es um das Deutsche Rote Kreuz in Ensdorf.

Ensdorf Die Hilfsdienste in der Region stellen ehrenamtliche Hilfe bei Katastrophen und im Alltag sicher. Wie wichtig das werden kann, sieht man dieser Tage nach der Flutkatastrophe im Ahrtal. In Ensdorf gibt es einen aktiven Ortsverein des Roten Kreuzes, der sich ganzjährig engagiert. „Wir haben zwei Jugendgruppen mit insgesamt fünfzehn Mitgliedern“, erzählt Paul Fisch, der Vorsitzende der Ortsgruppe.

Mit siebzehn aktiven Mitgliedern kümmern sich die Ehrenamtlichen um die Versorgung Ensdorfs. „Neun Männer und acht Frauen geben hier in Ensdorf ihr Bestes“, berichtet Fisch. Der Standort der Helfer ist in der Parkstraße. „Im Jahr 2020 fuhren wir zu Einsätzen mit der Feuerwehr und für Sanitätsdienste raus. Mit der Gemeinde zusammen erledigten wir in der Corona-Pandemie Einkaufservice und halfen damit Menschen, die gefährdet sind, in Quarantäne waren oder Angst hatten das Haus zu verlassen“, sagt der 58-Jährige. Zwei Fahrzeuge und ein Anhänger stehen den Ehrenamtlichen zur Verfügung. Im nächsten Jahr stehen Neuwahlen in der Ortsgruppe an. Dann muss ein neuer Vorstand gewählt werden.

Auch dieses Jahr soll noch einiges passieren, denn verschiedene Weiterbildungen und Fortbildungen warten auf die Helferinnen und Helfer. „Während der Lockdown-Phasen fanden keine Gruppenstunden statt. Auch so können wir den privaten Kontakt oft nur über das Handy pflegen. Trotzdem ist unser Zusammenhalt etwas Besonderes. Wir leisten eine großartige Jugendarbeit“, sagt Fisch. Vor den Sommerferien wird immer ein Grillfest mit allen Helferinnen und Helfern veranstaltet.

Momentan treffen sich die Ehrenamtlichen ab und zu für private Essen. „Ab Montag, 6. September, um 20 Uhr starten wir wieder mit dem DRK-Gruppenstunden. Am 8. September um 16.30 Uhr und um 18 Uhr mit den Jugendgruppenstunden. In den Gruppenstunden lernen die Kinder und Jugendlichen den Umgang mit Verletzten und bekommen eine Erste-Hilfe-Schulung. Hier lernen sie aber auch schon Teile der Sanitätsausbildung. Natürlich darf der Spaß dabei nicht zu kurz kommen“, sagt Fisch.

Doch nicht nur dort treffen sich die Kinder und Jugendlichen. „Normalerweise fahren wir auch mal zusammen weg, gehen campen oder kommen anderen Unternehmungen nach. Darauf freuen wir uns immer alle sehr. Natürlich kann Corona-bedingt nicht alles stattfinden“, erzählt Svenja Ney. Sie selbst ist im Jugendrotkreuz und fand viele Freunde dort. „Wir sind alle ein Team und freuen uns auf die Treffen und den Unterricht“, erzählt die 21-jährige Ensdorferin. Die Mitglieder freuen sich über Interessenten, die sich so ein Treffen mal anschauen kommen möchten. „Ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, unsere Türen sind für alle geöffnet. Unter uns sind gelernte Krankenschwestern, Rettungssanitäter, Studenten, Erzieherinnen, Schlosser und viele mehr. Der eigentliche Beruf spielt dabei keine Rolle, solange das Interesse vorhanden ist“, erzählt die Ehrenamtliche.

Sehen kann man die Helfer auf verschiedenen Veranstaltungen, wo sie für die Sanitätsdienste zuständig sind. „Wir haben nicht nur Sanitätswachen mit Schnittwunden oder ähnlichem. Wir betreuen die Gäste medizinisch auf Konzerten am Saarpolygon, an Faasendumzügen in Fraulautern und Roden oder an Rathausstürmen in Bous und Ensdorf“, erzählt Fisch. Alle Mitglieder sind sich einig, denn man freut sich auf eine Zeit nach der Corona-Pandemie, in der man wieder mit allen zusammen kommen kann. Jüngst war das DRK Ensdorf beim Tag des Bergmanns im Einsatz.