Baumaßnahmen gehen in die nächste Runde

Baumaßnahmen gehen in die nächste Runde

Schwalbach/Ensdorf. In der Dürerstraße in Hülzweiler gehen derzeit die Maßnahmen zum Hochwasserschutzkonzept in die nächste Runde. Das Jahrhunderthochwasser im Juni 2008 zwang nicht nur die Gemeinde Schwalbach zum Handeln. Was im Hülzweiler Wald als Lochbach entspringt, führt als Weiherbach durch Ensdorf

Schwalbach/Ensdorf. In der Dürerstraße in Hülzweiler gehen derzeit die Maßnahmen zum Hochwasserschutzkonzept in die nächste Runde. Das Jahrhunderthochwasser im Juni 2008 zwang nicht nur die Gemeinde Schwalbach zum Handeln. Was im Hülzweiler Wald als Lochbach entspringt, führt als Weiherbach durch Ensdorf. Ganze Straßenzüge standen damals unter Wasser, das Schwimmbecken des Freibades in Ensdorf glich einer einzigen braunen Brühe. Beide Kommunen entschieden sich damals zur interkommunalen Zusammenarbeit und erstellten ein gemeinsames Hochwasserschutzkonzept.

Der Campingplatz in Ensdorf ist die letzte Maßnahme, die die Kommune im Rahmen des Konzeptes im Laufe des kommenden Jahres in Angriff nehmen wird. "Es ist eine kleine Maßnahme", erklärte Bürgermeister Hartwin Faust. Um bei Hochwasser die Gefahr eines Überlaufens ins Schwimmbecken zu vermeiden, soll ein kleiner Damm gebaut werden. Die größte Hürde während den Baumaßnahmen musste mit der Verrohrung im Bereich des Rathauses genommen werden. Durch die Maßnahmen, die in diesem Jahr abgeschlossen wurden, ist der Weiherbach in seinen natürlichen Verlauf gebracht worden.

Eine Rückhaltefläche durch eine Vertiefung des Geländes und wurde geschaffen.

In Hülzweiler sind die Maßnahmen zum Hochwasserschutzkonzept noch voll im Gange. Bevor die Gemeinde den Lochbach im Bereich des Marktplatzes offenlegen kann, muss der Durchlass in der Dürerstraße vergrößert werden, um den Abfluss zu verbessern.

Dort ist zudem ein Regenrückhaltebecken geplant. Mit langer Verzögerung ist nun erst vor einigen Tagen mit dem Bauabschnitt begonnen worden. Technische Probleme und langanhaltende Grundstücksverhandlungen gab Bauamtsleiter Gerhard Rupp als Begründung an.

Die Bauzeit schätzt die Gemeinde auf etwa 100 Werktage. Weiterhin geplant sind in den Oberläufen des Lochbachs und im Bereich des Hülzweiler Waldsees. Der Überlauf des Sees wird gleichzeitig erhöht. Die Gemeinde Schwalbach schätzt die Gesamtkosten des Hochwasserschutzes zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Euro.